Klappentext: **Lass dich vom magischen Sog der Feenwelt erfassen**
Für die junge Wasserfee Gelya gibt es nichts Schöneres, als die fernen Meere von Adalien zu bereisen – das Rauschen der Wellen und das Pfeifen des Windes immer um sie herum. Doch als ihr ehemaliger Weggefährte Gardorath von einer mysteriösen Krankheit befallen wird, lässt sie nichts unversucht, in ihre alte Heimat zurückzukehren. Aber es scheint fast zu spät: Uralte Mächte wissen von der Schwäche ihres Freundes und setzen alles daran, ihn zu vernichten. Wild entschlossen, Gardorath vor der nahenden Katastrophe zu bewahren, macht sich Gelya auf die Suche nach einem Heilmittel. Begleitet wird sie dabei von dem geheimnisvollen Yldur, der für sie ein einziges Rätsel ist und doch seltsame Gefühle in ihr weckt…

Der Funken der Inspiration

„Gelya ist ja schon ziemlich cool. Ich würde gerne mehr über sie erfahren!“
Und dieser, nicht wortgetreue, Kommentar meiner Lektorin war die Geburt des zweiten Bandes in der Feenwelt. Denn auch ich wollte mehr über Gelya erfahren. Ich wollte wissen, was hinter dieser toughen, jungen Wasserfee steckt, wie sie in Zukunft mit dem umgehen wird, was ihr zugestoßen ist. Das war eine ganze Menge, es war Traumatisches.
Aber vor allem wollte ich Adalien noch nicht allein lassen. Schließlich … irgendwie geht es ja in den Welten weiter, die wir erschaffen, nachdem wir sie verlassen haben.
Also habe ich genau das getan: Die Geschichte weitererzählt, nur mit den Augen Gelyas, während Andira und Gardorath zu erlebenden Randfiguren werden.

Die Krux der Fortsetzung

Zwei Wochen, bevor der erste Band raus kam, erhielt ich das offizielle „Go“ des Verlags. Da hatte ich schon etwa 10.000 Wörter geschrieben und mich sofort an den Schreibtisch gesetzt – denn um meine Deadline zu erreichen, musste ich 1.700 Wörter pro Tag schreiben. Neben der Uni, neben meinem Nebenjob, neben Klavier- und Geigenunterricht. Gleichzeitig musste ich mich um den Start der Reihe kümmern, musste Blogger organisieren, auf Social Media aktiv werden – und Moderatorin im Schreibnacht-Forum bin ich ja auch noch 😉
Während ich also an Band 2 schrieb, trudelten die ersten Rezensionen zu Band 1. Alle im Großen und Ganzen positiv, nicht frei von Kritik, aber das ist natürlich klar. Ich glaube nicht an das perfekte Buch.
Trotz der durchweg eher positiven Meinungen, kamen die Selbstzweifel. Denn die Kritik setzte genau da an, wo meine große Angst lag: Das Tempo der Geschichte.
Ich liebe langsam erzählte Geschichten, mit viel, viel Exposition, viel Worldbuilding, es muss nicht immer voller Action sein. Damit … stehe ich relativ alleine da. Meine Vorliebe beim Lesen von Geschichten spiegelt sich auch im Schreiben wider – und ich wusste schon, dass Band 2 noch langsamer war (und übrigens auch länger …).
Außerdem – war es überhaupt möglich, noch zu begeistern, wenn Band 1 viele gefiel? War es möglich, den Erwartungen gerecht zu werden? War es die richtige Entscheidung, zu versuchen, einen draufzusetzen?
Die Antworten kenne ich übrigens bis heute nicht.
Ich weiß nur, dass ich Band 2 sehr, sehr gerne mag. Den Rest müssen vielleicht andere entscheiden.

Themen

  1. Über Band 1 sagte jemand, dass ich besser den Unsinn von Rassismus und Vorurteilen zeige, besser darstelle, warum das ziemlicher Mist ist, als so mancher Gesetzestext (ist übrigens meine Lieblingsrezension ;)).
    Auch mit Band 2 wollte ich, wenn auch vielleicht etwas weniger deutlich als in Band 1, zeigen: Wir müssen uns jeden Tag aufs Neue bemühen, uns nicht von Vorurteilen beeinflussen zu lassen. Und egal, wie sehr wir von uns glauben, frei von ihnen zu sein – wir dürfen nicht aufhören, uns selber dahingegend zu überprüfen.
  2. Hinterfragt! Glaubt nicht einfach der ersten Meinung, die euch über den Weg läuft. Nur, weil ihr jemanden sehr gern habt, heißt das nicht, dass dieser Jemand unfehlbar ist. Nur weil viele von etwas überzeugt sind, heißt das nicht, dass es keine andere Meinung gibt. Nur weil jemand laut schreit, heißt das nicht, dass er recht hat.
  3. Nach den Katastrophen in Band 1 leiden viele Feen immer noch unter den Nachwirkungen. Sie können ihre Flügel nicht mehr benutzen, weil sie verbrannt oder durch das Eis abgestorben sind. Manche tragen Narben von Feuer und Eis auf ihren Körpern. Beides macht sie in der Welt der Feen zu Entstellten. Zu anderen. Und in einer Welt, in der sich jeder auf seine Flügel verlässt, ist ihr Verlust wie für uns Menschen in einem Rollstuhl zu sitzen. Es gibt Möglichkeiten, sein Leben weiterzuleben, glücklich zu sein! Aber es macht vieles schwieriger, weil die meisten gar nicht darüber nachdenken, was für ein Privileg es ist, sich frei fortzubewegen.
    Beim Schreiben hat mich das häufiger vor Schwierigkeiten gestellt, weil mir zwischendurch entfallen war, dass manche Figuren eben nicht fliegen können!
  4. Viele Feen, einschließlich Gelya, leiden noch unter den psychischen Nachwirkungen, unter den Traumata der katastrophalen Jahre. Ich habe die Hoffnung, dass das Buch zeigt, dass es trotzdem weitergeht und nicht alles auf der Welt schlecht ist, nur weil sie im Moment grau und voller Schatten ist.

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