Das ist aber ein ganz schön großes Buch!

Fremder Mann in der Bahn, sehr beeindruckt

Inhalt: The House of Berethnet has ruled Inys for a thousand years. Still unwed, Queen Sabran the Ninth must conceive a daughter to protect her realm from destruction–but assassins are getting closer to her door.
Ead Duryan is an outsider at court. Though she has risen to the position of lady-in-waiting, she is loyal to a hidden society of mages. Ead keeps a watchful eye on Sabran, secretly protecting her with forbidden magic.
Across the dark sea, Tané has trained all her life to be a dragonrider, but is forced to make a choice that could see her life unravel.
Meanwhile, the divided East and West refuse to parley, and forces of chaos are rising from their sleep. (deutsche Übersetzung noch ausstehend)

High Fantasy, LGBTQ, Drachen – was will ich mehr?

Fangen wir mit dem Cover an. Das Cover ist ein Traum und ich hoffe sehr, dass sie es in der deutschen Fassung übernehmen. Obwohl es ziemlich knallig ist, deswegen bezweifle ich es irgendwie … Aber es ist haptisch! Und es glänzt!

Um aber auf den fremden Mann in der Bahn zurückzukommen: Das Buch ist ein Monster und wiegt auch ungefähr so viel wie eines. Also eher nichts zum Rumtragen, deswegen habe ich es auch auf der Heizung im Urlaub gelesen – oder verschlungen, um mal bei Monstern zu bleiben.

Die Charaktere: Sie sind alle ziemlich einzigartig. Manche mochte ich sofort (zum Beispiel Ead und Tané), andere (hallo Niclays) fand ich erstmal richtig doof. Aber ich habe auch gemerkt, dass das Absicht war, also war ich sehr gespannt, was hinter seiner Fassade steckt. Als es aufgedeckt wurde, konnte ich gar nicht anders, als ihn doch ein bisschen zu mögen. Auch wenn niemand Ead vom Thron meiner Lieblingsfigur stoßen wird! Sie ist so toll *seufz*

Das Worldbuilding: Ich bin ein Fan von Worldbuilding. Auch kompliziertes Worldbuilding. Auch sehr kompliziertes Worldbuilding. Aber dieses hat sogar mich an meine Grenzen gebracht. Das Magiesystem hat mir zum Beispiel Schwierigkeiten bereitet und ich hatte ein wenig Mühe, mich in der Welt zurecht zu finden.

Der Schreibstil: Auf Englisch habe ich nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten, weil ich erst seit etwa sechs Jahren vermehrt auf Englisch lese. Meiner Meinung nach lies sich das Buch aber sehr gut lesen, der Stil war sehr malerisch und poetisch. Muss man mögen, mir hat es gut gefallen!

Der LBTQ+ Aspekt: Das war tatsächlich einer der Gründe, warum ich mir das Buch unbedingt kaufen wollte. Es war bei Amazon in der Kategorie „Lesbische Romane“ gelistet – und dann noch High Fantasy und Drachen! Und bei einem großen Verlag erschienen. Das hat mich wie elektrisiert. Über die Relevanz von Repräsentation will ich aber ein andermal sprechen. In The Priory of the Orange Tree ist eine große Menge Repräsentation zu finden. Dabei wurde das ganz natürlich umgesetzt und, wie ich fand, sehr stimmungsvoll.

Zusammenfassung

Cover: * * * * *
Story: * * * *
Worldbuilding: * * *
Figuren: * * * *
Stil: * * * *
Insgesamt: * * * *