Klappentext (eBox): **Bist du bereit, den Preis für die Unendlichkeit zu zahlen?** 
In einem Land, in dem die Zeit für immer stillsteht, fühlt sich Marlowe oft fehl am Platz. Denn als Mensch ist sie eine der Wenigen, die im Sommerland älter wird. Genau dies macht sie zu etwas Besonderem, weshalb sie von der Königin der Ewigen zur Jahresprinzessin erwählt wird. Fortan hat Marlowe die Fähigkeit, den Fluss der Zeit zu verhindern und so die Ewigkeit zu bewahren. Doch der schöne Schein des königlichen Lebens beginnt schnell zu verblassen und Marlowe muss erkennen, dass die Ewigkeit auch ihre Schattenseiten hat. Erst die Kriegerin Charis bietet ihr einen Weg, dem Intrigenspiel der Herrschenden zu entkommen … 

Mein Leben im Regenbogen

Ich mache da nicht unbedingt ein Geheimnis draus, aber auch hier noch einmal: Ich bin lesbisch. Ist in der Regel keine große Sache, aber wusstet ihr eigentlich, dass in 15 Ländern immer noch die Todesstrafe auf Homosexualität steht? Und in noch mehr Ländern kann man dafür bestraft werden? Wenn ich in ein nicht-europäisches Land verreisen möchte, muss ich erst einmal googlen. Hätte ich eine Freundin, müssten wir gegebenenfalls verschweigen, dass wir ein Paar sind. Und auch innerhalb der EU wüsste ich nicht … würde ich in Polen Hand in Hand mit einer Frau herumlaufen? Gemessen an der aktuellen Lage dort; eher nicht.
Das ist schlimm. Das ist richtig schlimm. Und das sind nur die großen, beängstigenden Zustände.
Ich bin in einer sehr, sehr toleranten Familie aufgewachsen. In der Familie väterlicherseits gibt es ein Ü80-jähriges, lesbisches Pärchen – und dieser Familienteil ist extrem christlich. Und trotzdem, obwohl wir auch nicht-heterosexuelle Freunde haben und das nie als Problem kommuniziert wurde, habe ich über 17 Jahre gebraucht, um zu begreifen, dass ich nicht heterosexuell bin.
Ich habe mir dann irgendwann die Frage gestellt: Warum ist das so?
Ein Blick in mein Bücherregal verriet mir einen Teil der Wahrheit. Ich habe immer schon sehr viel gelesen. Aber alle Helden und Heldinnen meiner Kindheit und Jugend waren heterosexuell (übrigens immer noch …).
Da ist mir klar geworden: Das will ich so nicht. Ich will nicht, dass Kinder und Jugendliche in einer zum Glück toleranter werdenden Welt aufwachsen, aber trotzdem nicht beigebracht bekommen, dass sie unabhängig von ihrer Sexualität die Welt retten und Feuerblitze schleudern können.

Eine glückliche Autorin erscheint!

„Sag mal … geht das?“

Das war die Frage, die ich meiner Lektorin auf der LBM stellte, in Bezug auf romantische Fantasy mit zwei Frauen. Ich war super nervös, als ich diese Frage stellte und hatte etwas Angst vor der Antwort.
Hätte ich nicht haben müssen.
„Klar geht das. Solange die Geschichte überzeugt … Worum soll es denn gehen?“
Also habe ich ihr von meiner Idee erzählt: Eine von der Avalon-Saga inspirierte Geschichte, in der es um ein Mädchen geht, das zur Prinzessin gekürt wird – und die dafür einen hohen Preis zahlen muss. Der erste Band hatte sich wie von selbst geschrieben, aber ich habe ihn dann eine Weile unterbrochen, weil Impress zuerst Engelsschatten veröffentlichen wollte.
Aber auf der FBM 2019 kam dann die Zusage für „Die Jahresprinzessin“. Da war mir schon klar, dass es zwei Bände werden würden (wenngleich ich eigentlich eher eine Trilogie gebraucht hätte, aber das ergab sich erst beim Schreiben des zweiten Bandes) und zum Glück hat Impress das genauso gesehen.
Dann hieß es: schreiben, schreiben, schreiben! Der erste Band ging mir glatt von der Hand, aber beim zweiten hieß es dann: Wir müssen deine Deadline verkürzen. Aus 3 Monaten wurden 6 Wochen. Jetzt weiß ich: Das hätte ich niemals zulassen dürfen und meine Betreuerin sieht das glücklicherweise genauso.
Mit viel Hilfe und Unterstützung meiner Lektorin, habe ich es aber irgendwie geschafft, Band 2 pünktlich abzugeben. Erschwerend zu der Deadline kam hinzu, dass ich beim Schreiben große Probleme mit dem Plot hatte. Irgendetwas ist beim Planen schief gelaufen und der Spannungsbogen war vollkommen durcheinander. Also musste ich alles umstellen. Und dann später noch einmal alles umstellen. Und fünf Szenen komplett rauswerfen. Inklusive eines Plottwists. Das war hart, das waren schwere Entscheidungen, aber ich hatte auch nur eine begrenzte Seitenanzahl und musste das tun, was am besten für mein Buch war (wir haben die Seitenanzahl trotzdem total überzogen …).

Ein schwieriges Buch …

Sozusagen ein Fazit …

Mit „Die Jahresprinzessin“ wollte ich einen Beitrag leisten, die Buchwelt bunter zu machen. Jungen Menschen zu zeigen, dass heterosexuell sein keine „default Einstellung“ sein muss.
Ein weiteres, wichtiges Thema, das ich mit dieser Reihe aufgreifen wollte, war: sexuelle Übergriffe. Ich habe sehr lange mit mir gerungen, ob ich das wirklich in ein Jugendbuch einbringen wollte. Aber sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt macht vor keiner Altersgruppe halt – so grauenvoll das auch ist. Ich wollte aber zeigen, dass man so eine Erfahrung trotzdem überwinden kann. Dass die Welt nicht endet, auch wenn es sich so anfühlt.
Der Weg dieses Buches, und ein Stück weit auch mein Weg, war nicht einfach. Gar nicht. Aber wenn ich jetzt meine Bücher im Regal sehe, bin ich stolz. Auf mich und auf alle, die vor mir dafür gekämpft haben, dass ich diese Bücher überhaupt veröffentlichen darf.