Die Welt von „Elfenmal“ ist eine riesige Welt und die Geschichte spielt nur in einem Bruchteil von ihr. Die Länder sind bevölkert von Menschen, Elfen, Zwergen, Drachen und noch vielen weiteren Wesen; und von Gottheiten. Die Gottheit der drei Kronen, die Gottheit der vielen Gesichter und die Gottheit des Weges bestimmten über das Schicksal der Sterblichen. Ihre Sprache wird von den Sterblichen als „Sprache des Lebens“ bezeichnet und funktioniert nach ganz eigenen Regeln.
Zum Glück haben wir ein paar Aufzeichnungen des Hohen Rats in die Finger bekommen, damit wir uns diese Sprache einmal ansehen können …

Einleitung

Die Sprache sirakum se rakaj (= Sprache des Lebens) ist die Sprache des Hohen Rats. Sie gilt außerdem als die Sprache der drei Gottheiten, denen die Erschaffung der Welt nachgesagt wird. Sie unterscheidet sich insofern von der Sprache der Sterblichen, als dass sie kein Konzept für Geschlecht aufweist, da auch die Gottheiten dem Glauben des Hohen Rats nach ursprünglich kein den Sterblichen bekanntes Geschlecht hatten. Genauso fühlen sich auch die Mitglieder des Hohen Rats dem binären Geschlechtssystem nicht zugehörig. Auf dem Kontinent Saschwan weisen nur noch die Bezeichnungen einiger Orte und Landschaften auf die Sprache des Hohen Rats hin, in der Regel wurden ihre Bezeichnungen aber übersetzt.
Eine besondere Auffälligkeit der sirakum se rakaj ist die Tatsache, dass Konsonanten nicht auf Konsonanten und Vokale nicht auf Vokale folgen können, was bei einigen Konjugationen und Deklinationen zu eingeschobenen Buchstaben führt. Ansonsten verfügt die Sprache über das gleiche phonlogische Repertoire wie die Sprache der Sterblichen.
Zweisilbige Wörter werden auf der ersten Silbe betont, dreisilbige auf der zweiten, viersilbige auf der dritten usw.

Nomen/Adjektive

Dadurch, dass Konsonanten nicht auf Konsonanten und Vokale nicht auf Vokale folgen können, muss wie bei dem Wort Iveral im Plural ein Vokal ergänzt werden. Würde Vokal auf Vokal folgen, würde ein Vokal weggestrichen werden. Es existieren außerdem keine Artikel.
Nomen und Adjektive werden in zwei Klassen unterschieden: lebendig und unlebendig. Die lebendige Klasse teilt sich wiederum in tierische Begriffe, Begriffe, die die Völker beschreiben und Worte aus der Natur.

Rot = Marker, schwarz = Stamm, gelb = eingeschobener Buchstabe

Der Genitiv wird durch ein „se“ vor dem Wort gekennzeichnet, also z.B. ulanir se avakela (= der Berg der Katze).
Akkusativ und Dativ haben die gleiche Kennzeichnung, ein „ri“ vor dem Wort, also z.B.: Nivokum lunisan ri iveral (= Die Krone gehört dem Riesen).

Verben

Verben werden zwischen transitiv und intransitiv unterschieden. Personalpronomen entsprechen den Worten für die einzelnen Personen. Die 3. Person entspricht natürlich nicht „er“ oder „sie“, sondern entweder dem gewählten Pronomen der Person oder, allgemeiner: eine weitere Einzelperson, eine einzelne Sache etc.

Schwarz = Stamm, rot = Endung

Bisher zusammengetragene Worte und ihre Übersetzung:

Schicksalsinum
Sternnivum
Bergulanir
Rieseiveral
Zwergiverakam
Kronenivokum
Menschiveraj
Elf/-eiveras
Dracheiverasad
Lebenrakaj
Sprachesivakum
Katzeavakela
Gnadeseslavum
Ortsarum
Reiterin/Reiterivenata
Augeivesarik
Zeitaleranum
Machtisum
allelen
mächtigisem
richtigkarim
gutselam
falschmirak
kleinkuv
seinarak
gehörenluna
hütensiko
gehorchenava
sterbenratak
lebenrak
Schlafennimevi
habenruso
verfluchensasari
oderne
unden
nichtnas
aberem
überker