Ein Blog über Bücher und Schreiben

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Elfenmal – Sirakum se rakaj – Die Sprache des Lebens

Die Welt von „Elfenmal“ ist eine riesige Welt und die Geschichte spielt nur in einem Bruchteil von ihr. Die Länder sind bevölkert von Menschen, Elfen, Zwergen, Drachen und noch vielen weiteren Wesen; und von Gottheiten. Die Gottheit der drei Kronen, die Gottheit der vielen Gesichter und die Gottheit des Weges bestimmten über das Schicksal der Sterblichen. Ihre Sprache wird von den Sterblichen als „Sprache des Lebens“ bezeichnet und funktioniert nach ganz eigenen Regeln.
Zum Glück haben wir ein paar Aufzeichnungen des Hohen Rats in die Finger bekommen, damit wir uns diese Sprache einmal ansehen können …

Einleitung

Die Sprache sirakum se rakaj (= Sprache des Lebens) ist die Sprache des Hohen Rats. Sie gilt außerdem als die Sprache der drei Gottheiten, denen die Erschaffung der Welt nachgesagt wird. Sie unterscheidet sich insofern von der Sprache der Sterblichen, als dass sie kein Konzept für Geschlecht aufweist, da auch die Gottheiten dem Glauben des Hohen Rats nach ursprünglich kein den Sterblichen bekanntes Geschlecht hatten. Genauso fühlen sich auch die Mitglieder des Hohen Rats dem binären Geschlechtssystem nicht zugehörig. Auf dem Kontinent Saschwan weisen nur noch die Bezeichnungen einiger Orte und Landschaften auf die Sprache des Hohen Rats hin, in der Regel wurden ihre Bezeichnungen aber übersetzt.
Eine besondere Auffälligkeit der sirakum se rakaj ist die Tatsache, dass Konsonanten nicht auf Konsonanten und Vokale nicht auf Vokale folgen können, was bei einigen Konjugationen und Deklinationen zu eingeschobenen Buchstaben führt. Ansonsten verfügt die Sprache über das gleiche phonlogische Repertoire wie die Sprache der Sterblichen.
Zweisilbige Wörter werden auf der ersten Silbe betont, dreisilbige auf der zweiten, viersilbige auf der dritten usw.

Nomen/Adjektive

Dadurch, dass Konsonanten nicht auf Konsonanten und Vokale nicht auf Vokale folgen können, muss wie bei dem Wort Iveral im Plural ein Vokal ergänzt werden. Würde Vokal auf Vokal folgen, würde ein Vokal weggestrichen werden. Es existieren außerdem keine Artikel.
Nomen und Adjektive werden in zwei Klassen unterschieden: lebendig und unlebendig. Die lebendige Klasse teilt sich wiederum in tierische Begriffe, Begriffe, die die Völker beschreiben und Worte aus der Natur.

Rot = Marker, schwarz = Stamm, gelb = eingeschobener Buchstabe

Der Genitiv wird durch ein „se“ vor dem Wort gekennzeichnet, also z.B. ulanir se avakela (= der Berg der Katze).
Akkusativ und Dativ haben die gleiche Kennzeichnung, ein „ri“ vor dem Wort, also z.B.: Nivokum lunisan ri iveral (= Die Krone gehört dem Riesen).

Verben

Verben werden zwischen transitiv und intransitiv unterschieden. Personalpronomen entsprechen den Worten für die einzelnen Personen. Die 3. Person entspricht natürlich nicht „er“ oder „sie“, sondern entweder dem gewählten Pronomen der Person oder, allgemeiner: eine weitere Einzelperson, eine einzelne Sache etc.

Schwarz = Stamm, rot = Endung

Bisher zusammengetragene Worte und ihre Übersetzung:

Schicksalsinum
Sternnivum
Bergulanir
Rieseiveral
Zwergiverakam
Kronenivokum
Menschiveraj
Elf/-eiveras
Dracheiverasad
Lebenrakaj
Sprachesivakum
Katzeavakela
Gnadeseslavum
Ortsarum
Reiterin/Reiterivenata
Augeivesarik
Zeitaleranum
Machtisum
allelen
mächtigisem
richtigkarim
gutselam
falschmirak
kleinkuv
seinarak
gehörenluna
hütensiko
gehorchenava
sterbenratak
lebenrak
Schlafennimevi
habenruso
verfluchensasari
oderne
unden
nichtnas
aberem
überker


Die Jahresprinzessin-Reihe

Klappentext (eBox): **Bist du bereit, den Preis für die Unendlichkeit zu zahlen?** 
In einem Land, in dem die Zeit für immer stillsteht, fühlt sich Marlowe oft fehl am Platz. Denn als Mensch ist sie eine der Wenigen, die im Sommerland älter wird. Genau dies macht sie zu etwas Besonderem, weshalb sie von der Königin der Ewigen zur Jahresprinzessin erwählt wird. Fortan hat Marlowe die Fähigkeit, den Fluss der Zeit zu verhindern und so die Ewigkeit zu bewahren. Doch der schöne Schein des königlichen Lebens beginnt schnell zu verblassen und Marlowe muss erkennen, dass die Ewigkeit auch ihre Schattenseiten hat. Erst die Kriegerin Charis bietet ihr einen Weg, dem Intrigenspiel der Herrschenden zu entkommen … 

Mein Leben im Regenbogen

Ich mache da nicht unbedingt ein Geheimnis draus, aber auch hier noch einmal: Ich bin lesbisch. Ist in der Regel keine große Sache, aber wusstet ihr eigentlich, dass in 15 Ländern immer noch die Todesstrafe auf Homosexualität steht? Und in noch mehr Ländern kann man dafür bestraft werden? Wenn ich in ein nicht-europäisches Land verreisen möchte, muss ich erst einmal googlen. Hätte ich eine Freundin, müssten wir gegebenenfalls verschweigen, dass wir ein Paar sind. Und auch innerhalb der EU wüsste ich nicht … würde ich in Polen Hand in Hand mit einer Frau herumlaufen? Gemessen an der aktuellen Lage dort; eher nicht.
Das ist schlimm. Das ist richtig schlimm. Und das sind nur die großen, beängstigenden Zustände.
Ich bin in einer sehr, sehr toleranten Familie aufgewachsen. In der Familie väterlicherseits gibt es ein Ü80-jähriges, lesbisches Pärchen – und dieser Familienteil ist extrem christlich. Und trotzdem, obwohl wir auch nicht-heterosexuelle Freunde haben und das nie als Problem kommuniziert wurde, habe ich über 17 Jahre gebraucht, um zu begreifen, dass ich nicht heterosexuell bin.
Ich habe mir dann irgendwann die Frage gestellt: Warum ist das so?
Ein Blick in mein Bücherregal verriet mir einen Teil der Wahrheit. Ich habe immer schon sehr viel gelesen. Aber alle Helden und Heldinnen meiner Kindheit und Jugend waren heterosexuell (übrigens immer noch …).
Da ist mir klar geworden: Das will ich so nicht. Ich will nicht, dass Kinder und Jugendliche in einer zum Glück toleranter werdenden Welt aufwachsen, aber trotzdem nicht beigebracht bekommen, dass sie unabhängig von ihrer Sexualität die Welt retten und Feuerblitze schleudern können.

Eine glückliche Autorin erscheint!

„Sag mal … geht das?“

Das war die Frage, die ich meiner Lektorin auf der LBM stellte, in Bezug auf romantische Fantasy mit zwei Frauen. Ich war super nervös, als ich diese Frage stellte und hatte etwas Angst vor der Antwort.
Hätte ich nicht haben müssen.
„Klar geht das. Solange die Geschichte überzeugt … Worum soll es denn gehen?“
Also habe ich ihr von meiner Idee erzählt: Eine von der Avalon-Saga inspirierte Geschichte, in der es um ein Mädchen geht, das zur Prinzessin gekürt wird – und die dafür einen hohen Preis zahlen muss. Der erste Band hatte sich wie von selbst geschrieben, aber ich habe ihn dann eine Weile unterbrochen, weil Impress zuerst Engelsschatten veröffentlichen wollte.
Aber auf der FBM 2019 kam dann die Zusage für „Die Jahresprinzessin“. Da war mir schon klar, dass es zwei Bände werden würden (wenngleich ich eigentlich eher eine Trilogie gebraucht hätte, aber das ergab sich erst beim Schreiben des zweiten Bandes) und zum Glück hat Impress das genauso gesehen.
Dann hieß es: schreiben, schreiben, schreiben! Der erste Band ging mir glatt von der Hand, aber beim zweiten hieß es dann: Wir müssen deine Deadline verkürzen. Aus 3 Monaten wurden 6 Wochen. Jetzt weiß ich: Das hätte ich niemals zulassen dürfen und meine Betreuerin sieht das glücklicherweise genauso.
Mit viel Hilfe und Unterstützung meiner Lektorin, habe ich es aber irgendwie geschafft, Band 2 pünktlich abzugeben. Erschwerend zu der Deadline kam hinzu, dass ich beim Schreiben große Probleme mit dem Plot hatte. Irgendetwas ist beim Planen schief gelaufen und der Spannungsbogen war vollkommen durcheinander. Also musste ich alles umstellen. Und dann später noch einmal alles umstellen. Und fünf Szenen komplett rauswerfen. Inklusive eines Plottwists. Das war hart, das waren schwere Entscheidungen, aber ich hatte auch nur eine begrenzte Seitenanzahl und musste das tun, was am besten für mein Buch war (wir haben die Seitenanzahl trotzdem total überzogen …).

Ein schwieriges Buch …

Sozusagen ein Fazit …

Mit „Die Jahresprinzessin“ wollte ich einen Beitrag leisten, die Buchwelt bunter zu machen. Jungen Menschen zu zeigen, dass heterosexuell sein keine „default Einstellung“ sein muss.
Ein weiteres, wichtiges Thema, das ich mit dieser Reihe aufgreifen wollte, war: sexuelle Übergriffe. Ich habe sehr lange mit mir gerungen, ob ich das wirklich in ein Jugendbuch einbringen wollte. Aber sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt macht vor keiner Altersgruppe halt – so grauenvoll das auch ist. Ich wollte aber zeigen, dass man so eine Erfahrung trotzdem überwinden kann. Dass die Welt nicht endet, auch wenn es sich so anfühlt.
Der Weg dieses Buches, und ein Stück weit auch mein Weg, war nicht einfach. Gar nicht. Aber wenn ich jetzt meine Bücher im Regal sehe, bin ich stolz. Auf mich und auf alle, die vor mir dafür gekämpft haben, dass ich diese Bücher überhaupt veröffentlichen darf.

Autorenleben und der ganze Rest

Wie schaffst du das eigentlich alles?

Jeder, den ich treffe, immer, irgendwann

Für alle, die es noch nicht wussten: Ich studiere Linguistik und Anglistik (auch wenn ich letzteres im nächsten Semester wechseln werde … vermutlich). Im Optionalbereich lerne ich aktuell Italienisch und möchte noch Französisch, Spanisch und Arabisch machen. Außerdem habe ich drei Jahre für den RVR gearbeitet und bin aktuell studentische Hilfskraft.
Ach ja, und ich schreibe und veröffentliche Bücher und weil ich so ein Planungstalent bin, fallen die Deadlines in den meisten Fällen mit meinen Klausurzeiten zusammen. Ich bin mittlerweile bei meinem sechsten Buch. So viel also dazu 😉

Prioritäten

So viele Aufgaben lassen sich kaum miteinander vereinbaren. Ein Vollzeitstudium und zwei Jobs sprengen jeden Rahmen. Um trotzdem alle meine Aufgaben zu erfüllen und Deadlines einzuhalten, muss ich Prioritäten setzen. Welche das sind, ist eine Entscheidung, die mir keiner abnehmen konnte. Meine Priorität liegt beim Schreiben, was viele ziemlich seltsam finden: Willst du denn nicht dein Studium beenden, um einen Job zu haben?
Ja schon. Aber Schreiben ist auch mein Job. Ich will später Teilzeit als Autorin und Teilzeit als … was auch immer ich dann mit meinem Studium anfange arbeiten 😉
Diese Entscheidung hilft mir dabei, meinen Tagesablauf zu sortieren und mein Semester zu planen. Also: weniger Veranstaltungen, wenn Deadlines anstehen. Vor der Uni schreiben, wenn ich erst so gegen 19 Uhr zu Hause bin (danach bin ich matschig und mag nicht mehr). Aber gucken wir uns das doch mal genau an …

Mein Tagesablauf

Im Moment ist natürlich alles durcheinander gewürfelt, deswegen nehmen wir uns mal meinen aktuellen Donnerstag. Das ist nämlich der einzige Tag, wo ich relativ regelmäßig Zoom-Meetings habe 😉
Mein Vater gibt ab 10 Uhr im Wohnzimmer Geigenunterricht (ja, mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen!). Das heißt, ich muss vorher unten gewesen sein und gefrühstückt haben.
9:00/9:15 Uhr klingelt mein Wecker.
9:30-10:00 Uhr frühstücke ich und trinke Kaffee. Meistens diskutiere ich dabei mit meinem Vater über den Unsinn, den unsere Zeitung oder die Menschheit fabriziert 😉

Kaffee, sehr wichtig!


10:00-11:00 Uhr räume ich in meinem Zimmer auf, mache meinen Social Media-Kram, beantworte Whatsapp-Nachrichten des vorangegangenen Abends und des Morgens.
11:00-unterschiedlich Uhr schreibe ich meinen Wordcount für den Tag zusammen. Das sind aktuell 1100 Wörter. Das schaffe ich in 20-120 Minuten – je nachdem. Aber gehen wir mal von einer Stunde aus.
12:00-13:30 Uhr mache ich Uni-Kram und meine Aufgaben (ich bin studentische Hilfskraft).
13:30-14:00 Uhr mache ich eine Pause, meistens mit was zu Essen und einem Buch.
14:15-15:45 Uhr und 16:15-17:45 Uhr habe ich dann meine beiden Seminare. Falls die nicht als Präsenzmeeting stattfinden, erledige ich in der Zeit meine restlichen Uni-Sachen, entspanne mich ein bisschen, schreibe vielleicht noch, erledige Testleser-Kram oder fange mit eigenen Überarbeitungen an.
18:30-19:00 Uhr habe ich Klavierunterricht, der tatsächlich ab dieser Woche wieder startet. Manchmal habe ich auch eine ganze Stunde, ab 18 Uhr – je nachdem, wie das mit der Uni passt.
19:30-20:15 Uhr gibt es dann Essen, zusammen mit meinen Eltern. Donnerstag bin ich in der Regel nicht fürs Kochen verantwortlich bzw. ich esse irgendwelche Reste … was in 9/10 Fällen irgendwas mit Nudeln ist.
Ab 20:15 Uhr versuche ich, keine To-Do’s mehr zu erledigen. Da habe ich dann sozusagen frei, was eben auch wichtig ist, wenn man nur im Home Office ist. Ich gucke dann oft einen Film oder Serien. Wenn ich Lust habe, schreibe ich dabei noch ein wenig, plotte oder überarbeite. Aber oft bin ich dann auch mental ziemlich erledigt und gönne mir einfach meinen Feierabend 🙂 Nur kurz vor Deadlines, gerade im Lektorat, arbeite ich nochmal richtig viel. Zum Teil habe ich bis 2:00 Uhr nachts an meinem Lektorat gesessen, weil nur noch so wenig Zeit übrig war. Das ist aber definitiv nichts, was regelmäßig passiert oder was ich regelmäßig aushalte! Aber hin und wieder ist das vollkommen in Ordnung. Dafür halte ich mir dann den nächsten Tag frei. Im letzten Semester bin ich ein paar Mal nicht zur Uni gegangen – wobei ich großes Glück habe, verständnisvolle Dozenten gehabt zu haben, die meinen Entschuldigungsgrund mehr als in Ordnung fanden.

Fazit

Tipps, die ich allen Leuten gebe, die auch so viel gleichzeitig schaffen müssen:
1. Setzt euch Prioritäten! Wenn die beim Studium liegen, ist das auch vollkommen verständlich und gut so, aber dann müsst ihr das bei der Angabe von Deadlines (gerade im Verlag) mit bedenken. Sonst bekommt ihr richtige Probleme.
2. Planung, Planung, Planung. Ich hatte bis vor ein paar Jahren nie wirklich einen Kalender. Mittlerweile ist mein Kalender das einzige, was mich davon abhält, nicht vollkommen im Aufgaben-Sumpf zu erledigen.
3. Atmen. Manchmal muss auch ich einfach sagen: Ich kann nicht mehr. Das geht nicht.
Die Deadline von „Die Jahresprinzessin – Klinge der Zeit“ war so ein Problem. Nachdem ich vier Kilo abgenommen und quasi nur noch geheult habe, habe ich die Reißleine ziehen müssen und mit meiner Betreuerin und meiner Lektorin gesprochen. Vor allem meine Betreuerin hat zum Glück sofort eingegriffen und uns drei Wochen mehr Zeit verschafft. Meine Lektorin hat sofort gesagt, dass ich ihr erst einmal nur die Hälfte des Manuskripts schicke und sie schon einmal anfängt. Die beiden haben mir echt den Rücken freigehalten, und meine Freundinnen und meine Familie haben mich daran erinnert, dass ich auch noch atmen muss <3

Lektorat – die Schönen und die Verdammten

Was ist das und kann man das essen?

Ein Lektorat ist mehr oder weniger das beste, was einem Buch passieren kann. Als Autorin bin ich nach schreiben und fünfmal lesen betriebsblind. Rechtschreibfehler sehe ich schon lange nicht mehr, krumme Formulierungen fallen mir nicht auf … Und hin und wieder FALLEN sie mir auf, aber ich weiß einfach nicht weiter. Auch die Testleser haben schon einmal gelesen und noch ein bisschen mehr Kram gefunden.
Auftritt … Lektorat! Ich bin Verlagsautorin, deswegen wird mir eine Lektorin/ein Lektor zugewiesen. Ich kann Wünsche äußern oder Empfehlungen aussprechen und oft schauen Verlage auch, dass dieselben Leute zusammenbleiben – vor allem, wenn das gut zwischen ihnen funktioniert hat. Ich hatte bis jetzt immer nur LektorINNEN, deswegen bleiben wir bei der weiblichen Form 😉
Meine Lektorin bekommt das fertige Manuskript zugeschickt und liest es sich sehr aufmerksam durch. Seeeehr aufmerksam. Wirklich. Sehr aufmerksam. Meistens habe ich mindestens zwei Durchgänge. Im ersten Durchgang achtet meine Lektorin auf alles Inhaltliche. Also, Unklarheiten, Hände, die wild in der Gegend rumfliegen und Plotholes. Dann bekomme ich das Dokument zurück, überarbeite alles (oder stelle Gegenfragen) und schicke es wieder meiner Lektorin. Danach überarbeitet sie den Stil: Wortwiederholungen, Formulierungen etc. Das Spiel geht wieder von vorne los und am Ende landet das Manuskript dann im Verlag, wo erst Korrektorat und dann Satz übernehmen – und schon halten wir ein Buch in den Händen.

Die Schönen

Ihr seht also: Ein Lektorat ist wahnsinnig wertvoll. Es holt aus einem Buch nochmal alles heraus und hübscht es für die Leser_innen auf. Denn: Ich kenne alle Hintergründe. Mir ist alles glasklar. Euch nicht. Und deswegen muss meine Lektorin für euch einspringen. Manchmal ist das wahnsinnig bitter und anstrengend, weil man stundenlang über den gleichen Formulierungen grübelt. Und ich noch zusätzlich das Problem habe, nicht selbst Teil der Zielgruppe zu sein und generell ein sehr merkwürdiges Leseverhalten habe. Von daher gehen mir manche Änderungen echt gegen den Strich, aber ich weiß auch: Meine Lektorin weiß es vermutlich besser – und will mir nichts Böses. Oft hilft da durchatmen und später wieder dransetzen.
Aber oft läuft es auch echt gut. Gerade, wenn ich merke: Hier hat sie verstanden, was ich sagen wollte! Und wenn wir beide die Geschichte gleichermaßen mögen und noch in den Kommentaren kleine Unterhaltungen darüber führen. Auch Scherze oder ein „Super!“ sind für mich sehr aufbauend und lockern so eine Lektorats-Atmosphäre immer auf.

… und die Verdammten

Wie gesagt: Meistens hat die Lektorin recht. Aber manchmal gibt es Stellen da merke ich: Wenn ich das jetzt ändere, ist das nicht mehr mein Buch/mein Text. Dann spreche ich mit meiner Lektorin darüber oder sage ihr, dass ich das nur ungerne ändern möchte. In der Regel findet man dann eine Lösung, mit der alle leben können – und hin und wieder kommt ein Änderungsvorschlag auch nur zustande, weil etwas falsch verstanden wurde aka weil es unklar ausgedrückt war. Das lässt sich schnell ändern.
Aber so, wie man nicht alle Menschen mögen kann, kann das auch mal bei einem Lektorat der Fall sein. Entweder passt es zwischen Autorin und Lektorin nicht, oder auch zwischen Lektorin und Text. Letzteres ist für mich besonders ärgerlich, weil sich das in den Änderungen niederschlägt. Im besten Fall bleibt so eine Zusammenarbeit natürlich trotzdem professionell und die Lektorin und Autorin machen einfach ihren Job weiter. Ich habe es aber auch schon anders erlebt und dann kann ist das Lektorat wirklich eine Qual.
Was da hilft? Mit dem Verlag sprechen. Ich habe eine feste Ansprechpartnerin, die immer ein offenes Ohr für mich hat und mich damals sehr unterstützt hat. Im Endeffekt habe ich nicht viel von den Änderungen umgesetzt und dabei immer wieder Rücksprache mit meiner Betreuerin und mit Freundinnen gehalten, um nicht selbst von meiner eher negativen Haltung beeinflusst zu werden.

Fazit

Ein Lektorat ist unglaublich wichtig und ich würde es niemals missen wollen, auch wenn es viele Nerven kostet. Mit der richtigen Lektorin, und der richtigen Einstellung bei sich selbst!, kann man viel aus dem eigenen Text herausholen.
In den meisten Fällen wird eine Lektorin auch recht haben, das ist quasi ihr Job 😉 Sie kennt sich mit der Zielgruppe aus und ist als Vermittlerin zwischen Autorin und Lesern_innen tätig. Also: Hört auf eure Lektoren!
Aber hört auch auf euer Bauchgefühl. Euer Name steht am Ende fett auf dem Buch drauf. Ihr müsst euch für den Inhalt „verantworten“ und das wird schwierig, wenn ihr mit ihm nicht zufrieden seid.

Instagram-Aktion

Klappentext:
In Avalun steht die Zeit für immer still. Doch nicht für Marlowe, die als eine der wenigen Menschen in dieser verzauberten Welt lebt. Im Gegensatz zu den Ewigen wird sie älter und fühlt sich zwischen all den perfekten Wesen oft fehl am Platz. Das ändert sich erst, als die Königin ausgerechnet sie zur Jahresprinzessin wählt. Als diese muss Marlowe dem Land ein Jahr ihres Lebens opfern, um den Fluss der Zeit zu verhindern, und wird im Gegenzug Teil der königlichen Familie. Was zunächst wie ein Segen erscheint, wird bald zu einer schweren Last. Erst die gefährlich attraktive Kriegerin Charis zeigt ihr einen Ausweg aus den dunklen Intrigen der Ewigen und bringt etwas in ihr zum Klingen, das sie so noch nie gefühlt hat …

Wir haben da was für euch …

Der Erscheinungstag meines nächsten Buches „Die Jahresprinzessin – Blüte der Ewigkeit“ steht kurz bevor und natürlich haben meine Blogger und ich uns mal wieder eine tolle Aktion für euch ausgedacht, bei dir ihr selbst ganz viel mitbestimmen könnt – und ihr müsst nicht mehr tun, als Kommentare zu hinterlassen. Was zu gewinnen gibt es natürlich auch und ich glaube, es lohnt sich definitiv … Zumindest hoffe ich das 😉
Aber worum geht es überhaupt? Vor Marlowe gab es noch eine ganze Reihe anderer Jahresprinzessinnen und eine von ihnen ist Maeve. Was Maeve alles erlebt hat … nun. Genau da kommt ihr ins Spiel. Das dürft ihr nämlich entscheiden und ICH werde es für euch schreiben.

Ablauf

Und wie genau soll das jetzt funktionieren …? Keine Sorge, hier bekommt ihr die Erklärung. Es gibt insgesamt 6 Themen, in denen ich euch durch Maeves Augen die Welt Avalun etwas näherbringen möchte. 6 Möglichkeiten für euch, zu entscheiden, was sie erlebt und worüber ihr mehr erfahrt.
Jeder Bloggerin hat sich ein Thema ausgesucht und wird euch die beiden Auswahlmöglichkeiten in ihrem Beitrag auf INSTAGRAM vorstellen – und dann seid ihr dran. Stimmt in den Kommentaren ab, welchen Weg Maeve gehen soll. Ist sie auf dem Land aufgewachsen oder in der Stadt? Ist sie eine Schneiderin oder eine Lehrerin? Ihr entscheidet! Ich zähle nachher die Kommentare aus und schreibe eine kleine Szene passend zu der von euch gewählten Möglichkeit.

Gewinnspiel

Jep, wie gesagt, einen Gewinn gibt es auch noch. Immer, wenn ihr bei einer der Bloggerinnen einen Kommentar hinterlasst, wandert ihr mit einem Los in den Lostopf. Insgesamt könnt ihr euch dadurch also 6 Lose sichern, wenn ihr jedes Mal kommentiert!
Und was könnt ihr gewinnen? Ich habe mir etwas hoffentlich ziemlich Cooles ausgedacht. Ich werde ein Taschenbuch-Paket mit allen meinen bisher erschienen Taschenbüchern verlosen! Goodies sind natürlich auch ein paar mit dabei … Es lohnt sich also, fleißig zu kommentieren und in eure Storys zu posten!

Teilnahmebedingungen

– Du bist 18 Jahre oder hast die Erlaubnis deiner Eltern⠀
– Mit der Nennung des hier angegebenen Namens erklärt sich der Teilnehmer im Falle eines Gewinnes einverstanden⠀
– Die Daten werden für den Versand benötigt, nicht gespeichert oder weiterverarbeitet⠀
– Urheberrechtsverletzende Inhalte sind als Teilnahme nicht erlaubt⠀
– Eine Barauszahlung, Umtausch oder Haftung auf dem Postweg sind ausgeschlossen⠀
– Teilnahme aus Deutschland, ansonsten muss der zusätzliche Versand übernommen werden⠀
– Mehrfachteilnahme durch mehrere Accounts der gleichen Person ist nicht zulässig⠀
– Die Auslosung geschieht per Zufall⠀
– Der Teilnehmer übermittelt im Falle des Gewinnes seine Daten an info@fuchsias-weltenecho.de⠀
– Meldet sich der Teilnehmer nicht innerhalb von 24 Stunden auf die Markierung, wird neu ausgelost und der Anspruch verfällt⠀
– Instagram hat nichts mit dem Gewinnspiel zu tun

Autoren-Rückblick 2019

2019 im Zeichen der Bücher

2019 ist vorbei und ich kann nur sagen: was ein Jahr! 2018 war schon mega, mit dem ersten Vertrag, der ersten Veröffentlichung … und dann wurde noch eins drauf gesetzt. Band 1 der Feenwelt lief so gut, schon in der Vorbestellungszeit, dass ich noch vor Veröffentlichung das „Okay“ für Band 2 bekommen habe – und 1 1/2 Monate nach Veröffentlichung von Band 1 kam dann auch die Nachricht, dass ich für diesen ein Taschenbuch bekommen würde!

Frühjahr 2019

Band 1 der Feenwelt kam als Taschenbuch raus 😉 Es ist ein unglaubliches Gefühl, sein eigenes Buch in den Händen zu halten und es sich ins Regal zu stellen – und zu sehen, wie andere es ins Regal stellen! Sogar in Buchläden habe ich es gefunden (und tue ich immer noch), was mich sehr glücklich macht. Im Frühjahr stand auch die Leipziger Buchmesse an, auf der ich signieren durfte!
Und auf der ich die Nachricht erhalten habe, dass auch Band 2 ein Taschenbuch bekommen würde – und das, obwohl er noch gar nicht erschienen war.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt?

„Eine Krone aus Perlen und Asche“ ist ein Buch, auf das ich sehr stolz war, das schwierig zu schreiben war – und das mir eine schmerzhafte Lektion erteilt hat. Auch wenn man immer sagt, man macht sich keine Hoffnung … Gelogen. Total gelogen. Natürlich habe ich gehofft, dass es genauso gut läuft wie Band 1. Ist es nicht. Ganz und gar nicht. Band 2 der Feenwelt ist von allen bisher veröffentlichten Büchern das, was am schlechtesten gelaufen ist. Was nur zeigt, dass im Autorenleben nichts vorhersehbar ist, dass es keine Garantien gibt, dass man enttäuscht wird – aber dass man nach ein paar schlechten Tagen auch die Zähne zusammenbeißen muss. Das Buch liebe ich aber immer noch sehr <3

Sommer 2019

Buch Nummer 3!

Und die Zähne musste ich auch weiterhin zusammenbeißen! Der Erscheinungstermin von Engelsschatten – Gejagte des Himmels ist immer nähergerückt und damit war ich mitten im Lektorat drin. Ein Lektorat, das mich sehr, sehr viele Nerven gekostet hat (aber dazu an anderer Stelle mehr). Die Veröffentlichung selbst lief auch reibungslos ab und auch hier bekam ich schnell die Rückmeldung, dass es das Buch als Taschenbuch geben würde. Ich bin fast vom Stuhl gekippt und bin danach quietschend durchs Wohnzimmer gehüpft. Meine Eltern haben mich glaube ich für ein bisschen bescheuert gehalten … 😉

4 kleine Bücherlein, stehn‘ in meinem Regaaal …

Bei Engelsschatten 2 kam häufiger die Frage auf: WIE HAST DU DAS GEMACHT? SO SCHNELL ZU SCHREIBEN!
Fun Fact: Engelsschatten war ursprünglich mal ein einziges Buch und das erste Buch, das ich je fertig geschrieben habe 😉 Und zwar schon 2016. 2019 habe ich dann also nur noch einmal überarbeitet und ein Lektorat absolviert.
Auch Band 2 bekam ein Taschenbuch! Wuhu! Und bei der Reihe lief Band 2 auch mehr oder weniger genauso gut wie Band 1. So kann’s also auch gehen …

Herbst 2019

*Schnappatmung*

Die Longlist des Deutschen Phantastikpreises wurde im Sommer veröffentlicht. Ich war in Italien mit meinen Eltern und relativ früh wach, als ich auf einmal eine Whatsapp-Nachricht bekam: Hast du schon gesehen?!?
Äh … ne, hatte ich noch nicht. Innerhalb von 30 Minuten bekam ich dann auch fünf weitere Nachrichten und hatte mittlerweile verstanden, was da passiert war: Die Jury hatte mich vorgeschlagen, für den Debüt-Preis! Ich habe das fleißig überall geteilt, Freunden und Familie Bescheid gesagt und das ehrlich gesagt ein wenig vergessen … bis die Shortlist veröffentlicht wurde. Und mein Buch immer noch dabei war. Das war krass, absolut krass und unglaublich (und ja, ich habe gequietscht, als ich gesehen habe, dass mein Buch auf der Carlsen Instagram-Seite auf einem Bild war ;)). Im November war ich auf der Verleihung des Preises im Zuge der BuchBerlin. Gewonnen habe ich nicht, aber alleine auf der Liste zu stehen, war eine riesige Ehre und ich bin sehr stolz darauf. Auch beim Lovelybooks-Leserpreis war ich nominiert und habe es auf Platz 20 geschafft!

Gute Gelegenheit, um mit allen Covern anzugeben!

Über die FBM habe ich ja schon einen Messe-Rückblick geschrieben und will darüber jetzt auch nicht viele Worte verlieren – außer, dass es super schön und super stressig war und ich mich immer wieder frage, warum ich mir das antue. Nur, um jetzt schon zu wissen, dass ich auch 2020 wieder da sein werde 😉 Allerdings werde ich einen Bogen um den Samstag machen und nur da sein, wenn ich einen Termin habe oder so. Echt, der Samstag war die Hölle, oder?!

Winter 2019

2019 endete mit einem richtigen Knall – und damit meine ich nicht Silvester, 0:00 Uhr habe ich mit einer Panikattacke im Hausflur verbracht. Nein, ich meine den 28.12., an dem mein Cover veröffentlicht wurde. Das Cover für mein nächstes Buch, das im Februar 2020 veröffentlicht wird. Das Buch, das mir so unglaublich wichtig ist, dass es noch einen eigenen Blogbeitrag bekommen wird …

Figuren der Feenwelt

Meine Feenwelt-Reihe hat einen ganzen Haufen von Figuren, die ich eigentlich alle ziemlich cool finde 😉 Deswegen, seid froh, dass ich mich hier auf ein paar beschränke, die ich euch gerne etwas näher vorstellen möchte: Und zwar die Hauptfiguren, denn es gibt immer so viele Informationen, die man sich im Kopf zusammenstellt und die es dann nie ins Buch schaffen. Aber seht selbst …

Andira Wasserlauf, Kronprinzessin

Alter: 18 Jahre
Affinität: Eis … Sehr zu Gardoraths Leidwesen, der sich mit Wasser vielleicht anfreunden könnte, aber mit ihr schnell auf den vereisten Boden der Tatsachen zurückkehrt.
Persönlichkeit: Was Andira einmal gelesen hat, vergisst sie nicht so schnell wieder. Und da sie sehr viel liest, hat sie für fast jede Situation eine passende Idee – Pläne schmieden ist nämlich ihre große Stärke. Das Ausführen dieser gehört nicht unbedingt zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, da sie sich häufiger um den Kampf mit Waffen gedrückt hat. Ihrer Meinung nach sollte nämlich nicht die Schärfe der Klinge entscheidend sein, sondern die Vernunft des Verstandes. Sie kann es nicht leiden, wenn über ihren Kopf hinweg entschieden wird oder wenn andere Feen (aka ihr Vater und Gardorath) versuchen, ihr Dinge vorzuschreiben. Wenn das passiert, kann sie auch sehr schnell aufbrausend werden, sodass ihre Fähigkeiten aus ihr herausbrechen.
Als ihre wichtigste Eigenschaft empfinden sie (und die Autorin) jedoch, dass sie stets bemüht ist, sich nicht von alten Vorurteilen beeinflussen zu lassen. Es gelingt ihr nicht immer, aber sie ist selbstkritisch genug, um zu erkennen, wenn sie einen Fehler gemacht hat. Dann kann sie ihren Stolz auch rasch hinunterschlucken.
Lieblingssatz: Unverständnis führt zu Angst. Angst führt zu Wut. Wut führt zu Hass. Und Hass endet in Zerstörung. Deswegen will ich verstehen.

Gardorath Funkenflug, Thronerbe der Feuerfeen

Alter: 18 Jahre
Affinität: Feuer – er legt Wert darauf, klarzustellen, dass er sich nicht von Magma ernährt, auch wenn er darin baden kann. Er ist sich ziemlich sicher, dass eine derartige Nahrungsaufnahme wenig empfehlenswert ist.
Persönlichkeit: Wenn er mal zwei Stunden nichts zu tun hat, langweilt er sich zu Tode. Am liebsten würde er den ganzen Tag die Hauptstadt erkunden, sich mit den Feen unterhalten oder Kampfstunden nehmen. Sein Onkel, dem er immer nachzueifern versucht, ist als großer Kämpfer bekannt und er will ihm in nichts nachstehen. Dadurch vernachlässigt er hin und wieder seine anderen Studien. In Kampfsituationen spielt ihm das aber in die Karten und er stellt sich furchtlos auch den größten Gefahren.
Von Natur aus ist er eher argwöhnisch und misstrauisch, was andere Feen angeht. Der raue Umgang mit Soldaten in seiner Kindheit und Jugend, von denen viele noch den alten Vorurteilen anhängen, hat ihn geprägt, sodass es ihm hin und wieder schwer fällt, über seinen Tellerrand hinauszuschauen. Trotzdem denkt er, dass es wichtig ist, alte Werte zu hinterfragen und träumt von einem neuen, tiefergehenden Frieden zwischen den Feenvölkern.
Lieblingssatz: Ich erwarte das Beste, rechne aber mit dem Schlimmsten.

Gelya Näherin, Wasserfee

Alter: 13 Jahre
Affinität: Wasser – obwohl sie keine Verbindung zur Königsfamilie hat, kann sie überdurchschnittlich gut schwimmen und sehr tief tauchen.
Persönlichkeit: Während ihre beiden älteren Schwestern in der Werkstatt ihres Vaters gearbeitet haben, hat Gelya immer schon lieber ihre Zeit draußen verbracht. Am liebsten auf dem Marktplatz, um die neusten Geschichten und Gerüchte als erste zu hören. Schon früh war ihr klar, dass sie nicht dafür gemacht ist, an einem Ort zu bleiben. Ihren großen Traum, auf einem Erkundungsschiff die unendlich weiten Meere zu bereisen, hat sie nie aufgegeben, auch wenn viele versuchten, sie davon abzubringen.
Es fällt ihr schwer, Vertrauen zu anderen zu fassen, aber wenn sie das einmal getan hat, ist sie beinahe übertrieben loyal. Neid, Missgunst, Vorurteile und Verrat findet sie furchtbar, und kann auch durchaus eine nachtragende Ader in sich haben. Ihre Handlungen sind oft überstürzt und impulsiv – sie fällt häufig mit der Tür ins Haus, bevor sie kontrolliert, ob es überhaupt die Richtige war. Ihre geballte Energie lässt sie auch schwierige Situationen gut überstehen.
Lieblingssatz: Sowas hat sie nicht, dafür ändert sie zu schnell ihre Vorlieben.

Messe-Rückblick

Der Eingang zur Kammer des Schreck … äh, zur Frankfurter Buchmesse

Die Messe ist vorbei, die meisten sind schon längst mit ihren Rückblicken durch, Tintendrache ist erst jetzt dabei, weil … Gründe 😉
Im Gesamten war die Messe sehr schön, sehr erfolgreich, aber auch sehr anstrengend. Vor allem letzteres wird jedes Jahr schlimmer habe ich das Gefühl. Aber dazu gleich im Bericht der einzelnen Tage mehr …

17. Oktober

Fachbesucher-Tag. Die Einlasskontrollen gehen schnell, die Gänge sind noch überschaubar leer – aber trotzdem prasseln bereits die ersten Eindrücke auf einen ein. Messe heißt nämlich auch: Durch die Gegend rennen und Leute suchen, die wiederum selbst durch die Gegend rennen und Leute suchen und dann mitten im Kreuzgang ein vertrautes Gesicht zu sehen. Laute Begrüßungen, Umarmungen, ein hektisches Gespräch – weiter.
Nach etwa anderthalb Stunden müssen wir die erste Pause einlegen, was aber vor allem daran liegt, dass wir faul sind … Äh, ich meine natürlich, dass das alles so anstrengend ist!
Dann finden wir endlich die, die wir schon seit dem Morgen suchen. Der Messe-Donnerstag ist aber alles in allem relativ unspektakulär, weil man sich erst einmal orientiert und ankommen möchte.

18. Oktober

Der Freitag hielt schon das erste Highlight für mich bereit. Aber der Reihe nach. Denn erst einmal zieht es mich zum Romance Talk bei Knaur, da dort auch Katharina Mittmann dabei ist. Für ihr Buch „Campus Love“ durfte ich Testleserin sein, daher durfte ich das nicht verpassen. Und ich sage euch: Es war mega! Super gut besucht und die Signierschlange war ewig lang. Natürlich habe ich mich mit dazu gestellt – und ja, eine Unterschrift bekommen 😉

Hier wird fleißig signiert

Dann war es aber auch nahezu schon so weit: meine Signierstunde!
Am Stand wurde nur Engelsschatten – Gejagte des Himmels verkauft, aber ich habe mich sehr gefreut, dass einige auch meine „alten“ Bücher dabei hatten! Kleiner Tipp: Ich signiere alles, was man mir unter die Nase hält 😉
Und auch meine Signierstunde war gut besucht, was mich sehr gefreut hat. Sogar auf der Carlsen-Seite ist jetzt ein Bild von mir zu finden 😉

19. Oktober

Die Massen kommen …. Und wie sie kamen! Das fing schon damit an, dass die Einlasskontrollen um 9 Uhr bereits halb überlastet waren. Für mich ging es aber erst einmal zum Impress-Dark-Diamonds-Brunch mit Autoren und Bloggern. Da gibt es immer leckeren, heißen Kakao mit Toppings und Croissants und ähnliches 😉
Danach habe ich angefangen, mich durch die Messe zu schieben … Der Horror. Einmal durch Halle 3 durch und ich bin nach draußen geflüchtet, wo es leider schon ziemlich kalt war. Aber egal. Bis zum Schreibnacht-Treffen habe ich ausgehalten, sogar das Bookstagram-Treffen habe ich noch mitgenommen, dann zog es mich wieder in die Halle zurück. Zum Knaur-Stand, um ein paar freundliche Gesichter zu sehen. Da habe ich mich dann mehrere Stunden auskuriert … Man munkelt, es gab sogar Schokolade, Sekt und Snacks …
Abends ging es dann noch zu einem Abendessen, wo ich einige nette Leute kennengelernt habe.

20. Oktober

Und zack, da war die Messe auch schon fast wieder vorbei. Aber erst einmal hatte ich noch meinen Termin mit meiner Lektorin von Impress. Und ich sage euch: Der hat sich definitiv gelohnt 😉 Bald kann ich euch sicherlich mehr dazu erzählen.
Danach habe ich mich nur noch ein bisschen rumgeschlichen, meinen obligatorischen Messe-Crêpe gegessen und bin dann noch mit einer Bloggerin, die ich bei dem Abendessen kennengelernt habe, einen Kaffee trinken gegangen. Ja, so schön kann netzwerken manchmal sein!
Abends war ich dann gegen zehn Uhr zu Hause und bin todmüde ins Bett gefallen. Den ganzen Input musste ich erst einmal verarbeiten – und eigentlich bin ich immer noch dabei.

Messe ist: Sich vorher ein Loch in den Bauch freuen, währenddessen alles hassen, sich danach auf die nächste Messe freuen!

Verlagsautor*in – Mythos und Wahrheit

Vertrag von „Ein Königreich aus Feuer und Eis“

Der Verlag als Ponyhof

Zumindest scheinen einige Leute zu glauben, dass das Realität aus Verlagsautor*in ist 😉 Und ich will auch gar nicht sagen, dass ein Verlagsvertrag die Dinge nicht einfacher macht – vor allem im Vergleich zum Selfpublishing. Aber eine riesen große Fete ist es eben auch nicht. In letzter Zeit bekomme ich aber immer häufiger auf Social-Media mit, dass es eine Menge Mythen, Gerüchte und Vorurteile gibt, die mit Verlagen zu tun haben. Manche davon positiv, manche davon negativ. Ein paar gucke ich mir heute mal genauer an.
Eine Warnung: Dieser Artikel nimmt sich selbst nicht allzu ernst, also tut das bitte auch nicht 😉 Ich habe Selfpublishing nie ausprobiert (und werde ich auch vermutlich nicht, dafür habe ich davor viel zu großen Respekt), aber ob als SPler oder Verlagsautor*in: Beides ist gleichwertig in meinen Augen. Beides hat Vor- und Nachteile. Jeder sollte das machen, mit dem er oder sie sich am wohlsten fühlt!
Außerdem: Ich bin ohne Frage mehr als dankbar für meinen Verlagsvertrag. Dass das für viele ein unerfüllter Traum ist, weiß ich. Aber es geht mir auf den Keks, dass einige meinen, ich dürfte mich dann ja nicht beschweren. Doch. Tue ich. Darf ich. Mach ich.
In diesem Sinne:

5 Mythen über Verlagsautoren*innen

Mythos Nummer 1: Man verdient total viel Geld.
Wahrheit: Wenn das so wäre, glaubt ihr echt, ich würde noch in Deutschland rumsitzen und mir die Füße abfrieren? Okay, mal im Ernst. Die harten Fakten: Ich nicht mal eine 50% Beteiligung am Gewinn 😉 Natürlich entstehen mir auch keine Kosten, wie beim Selfpublishing, aber dafür behält der Verlag den Löwenanteil ein.

Mythos Nummer 2: Der Verlag regelt alles.
Wahrheit: Äh … schön wär’s. Ja, der Verlag kümmert sich um Lektorat, Korrektorat, Cover und Buchsatz. Den größten Teil der Werbung mache ich aber selbst, Social Media Aktionen denke ich mir selbst aus, Blogger schreibe ich selbst an – und …

Mythos Nummer 3: Verlagsautor*innen geben kein Geld für Merch aus! Das macht der Verlag!
Wahrheit: Kein Witz, habe ich letztens so gehört. Ich musste lachen. Laut. Dann habe ich meinen Kontoauszug gesehen und ein bisschen geweint. Und mir dann den Zeh an meiner Kiste mit Postkarten gestoßen, die ich von meinem eigenen Geld gekauft habe.

Vertrag von „Eine Krone aus Perlen und Asche“

Mythos Nummer 4: Entweder: Verlag und Autor*in entscheiden alles zusammen. Oder: Der Verlag entscheidet alleine! (Je nachdem, mit wem man sich gerade unterhält)
Wahrheit: Es ist eine Mischung aus beidem und von Verlag zu Verlag auch unterschiedlich 😉 Man kann schon sagen, wenn einem Cover oder Klappentext oder Titel nicht gut gefallen – der Verlag ist aber nicht dazu verpflichtet, das mit reinzunehmen. Es kommt auch immer darauf an, wie wichtig es einem ist, seine Meinung durchzusetzen. Ich habe die Einstellung: Mein Verlag hat definitiv mehr Ahnung von der Zielgruppe. Im Großen und Ganzen lasse ich sie also machen, was Entscheidungen bei Cover, Klappentext und Titel angeht.

Mythos Nummer 5: Hat man einen Vertrag, regnet es danach Verträge.
Wahrheit: Schon wieder ein jein. Sowohl beim „eigenen“ Verlag, als auch bei anderen Verlagen kommt es natürlich gut an, schon mal veröffentlicht zu sein. Bei seinem eigenen Verlag hat man in der Regel auch einen persönlicheren Kontakt und muss nicht den offiziellen Weg gehen, um ein Manuskript einzureichen. Trotzdem wird das Manuskript noch geprüft, und das kann unter Umständen auch länger dauern. Und dann heißt es auch lange noch nicht, dass das zweite Manuskript ebenfalls den richtigen Ton trifft!
Aber ja, die Chancen sind etwas größer. Garantien gibt es nie.

Vertrag von „Engelsschatten 1 und 2“

All das, aber …

Es gibt eine Menge Gründe, warum man sich für oder gegen einen Verlag entscheidet. Seien wir mal ehrlich: Hat man es geschafft, einen Vertrag zu ergattern, macht man sich das Leben einfacher. Von dem, was ich vom Selfpublishing mitbekommen habe, ist das wahnsinnig stressig, wahnsinnig viel Arbeit, und auch mit großen, finanziellen Risiken verbunden – und das alles über das Schreiben des Buches hinaus. Dazu kommen natürlich Präsenz auf Messen und im Buchhandel.
Also: Ich bin gerne Verlagsautorin. Und für mich persönlich ist das auch der einzige Weg, den ich mir vorstellen kann. Ein Ponyhof ist es trotzdem nicht. Eher manchmal ein Rennstall und jeder scheint „I want to be the very best, like no one ever waaaaas!“, im Kopf zu haben 😉 (Gern geschehen, für den Ohrwurm)

Engelsschatten 1 – Gejagte des Himmels

Klappentext: **Die Jagd der Engel beginnt**
Das himmlische Dasein als Engel könnte für die temperamentvolle Außenseiterin Maggie nicht unerträglicher sein. Die strengen Regeln treiben sie immer wieder aufs Neue an ihre Grenzen. Doch niemals hätte sie damit gerechnet, dass sie für ihre Aufmüpfigkeit die schlimmste Bestrafung für einen Engel erwartet: Sie soll fallen! Voller Entsetzen flieht sie auf die Erde – und landet ausgerechnet in den Armen eines teuflisch charismatischen Dämons…  

Lang lang ist’s her

Nein, nicht die Veröffentlichung 😉 Die erste Idee zu Engelsschatten und das Schreiben.
Mit 13 lag ich auf meinem Bett, habe Subway to Sally gehört und auf einem Collegeblock die Idee für eine Story mit einem Mädchen, das ein Engel ist, und einem Kerl, der ein Dämon ist und es passieren Dinge aufgeschrieben. Es waren glaube ich vier Seiten. Maggie hieß damals noch Lucinda und Eresz … glaube ich sogar schon Eresz, aber ich besitze die Seiten nicht mehr 😉 Zum Glück. Für mich. Und alle anderen, die sie aus Versehen lesen könnten.
Im November 2016 habe ich dann das erste mal beim NaNoWriMo mitgemacht, und ich wollte dieses Projekt schreiben. Ich hatte einen Plot und die feste Absicht: Das wird dein erstes beendetes Projekt!
Den NaNo habe ich damals nicht geschafft, aber im März 2017 habe ich dann das Projekt beendet.

Messe-Geplauder

Sprung zur LBM 2019. Gespräch zwischen meiner Lektorin und mir.
Sie: Hattest du da nicht noch was mit Engeln und Dämonen …?
Ich: Öh … Ja, klar. Also, das ist so … […]
Sie: Klingt super! Schick mir mal Exposé und Leseprobe, sobald du zu Hause bist.
Hat sie bekommen und ich habe gewartet. Ich hasse Warten übrigens, also habe ich mir irgendwie den falschen Beruf ausgesucht glaube ich.
Wollt ihr raten, wann ich das Okay bekam? Riiichtig, in den Osterferien! Immerhin hatten da sowohl ich, als auch meine Mutter (Testleserin!) Zeit, das ganze Projekt nochmal durchzulesen. Und dann ging es auch direkt an die Lektorin, die ich für dieses Projekt neu bekommen hatte.

Fun Fact: Engelsschatten 1 und 2 waren eigentlich mal ein Band …

…und mir fiel es am Anfang ganz schön schwer, mich mit dem Gedanken einer Teilung des Buches anzufreunden. Es hatte den Vorteil, dass mehr Zeit blieb, um das Lektorat zu machen und … für andere Dinge, über die ich vielleicht bald berichten darf 😉
Das bringt mich aber zu einem weiteren Thema: Manchmal, sogar ziemlich häufig, muss man Kompromisse eingehen. Das fällt schwer, weil einem seine eigenen Werke natürlich wahnsinnig am Herzen liegen. Aber so ein Verlag hat ein großes Interesse daran, Bücher so auf den Markt zu bringen, dass sie sich bestmöglich verkaufen.
Deswegen: Versucht, eurem Verlag da zu vertrauen. Die Chance ist hoch, dass Verlagsleute viel mehr im Bilde darüber sind, was gerade aktuell ist, was gut im Programm läuft und wie es gut läuft.
Aber natürlich nur, solange ihr euch damit wohlfühlt!
Deswegen: Kommunikation ist wichtig. Nur, wenn ihr euch mitteilt und Probleme ansprecht, kann man euch helfen. Das habe ich besonders bei diesem Projekt gemerkt, denn da lief eine ganze Menge nicht glatt (und das waren nicht nur Probleme mit dem Verlag ;)).
Deswegen: Seid bereit, Kompromisse einzugehen – aber auch, für euch und euer Buch zu kämpfen! Es ist eure Geschichte, euer Werk und wenn ihr einen Verlag von euch überzeugt habt, dann wollen sie ja mit euch zusammenarbeiten. Und beide Seiten haben das gleiche Ziel: Das beste aus einem Buch herauszuholen.

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