Tintendrache

Ein Blog über Bücher und Schreiben

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Instagram-Aktion

Klappentext:
In Avalun steht die Zeit für immer still. Doch nicht für Marlowe, die als eine der wenigen Menschen in dieser verzauberten Welt lebt. Im Gegensatz zu den Ewigen wird sie älter und fühlt sich zwischen all den perfekten Wesen oft fehl am Platz. Das ändert sich erst, als die Königin ausgerechnet sie zur Jahresprinzessin wählt. Als diese muss Marlowe dem Land ein Jahr ihres Lebens opfern, um den Fluss der Zeit zu verhindern, und wird im Gegenzug Teil der königlichen Familie. Was zunächst wie ein Segen erscheint, wird bald zu einer schweren Last. Erst die gefährlich attraktive Kriegerin Charis zeigt ihr einen Ausweg aus den dunklen Intrigen der Ewigen und bringt etwas in ihr zum Klingen, das sie so noch nie gefühlt hat …

Wir haben da was für euch …

Der Erscheinungstag meines nächsten Buches „Die Jahresprinzessin – Blüte der Ewigkeit“ steht kurz bevor und natürlich haben meine Blogger und ich uns mal wieder eine tolle Aktion für euch ausgedacht, bei dir ihr selbst ganz viel mitbestimmen könnt – und ihr müsst nicht mehr tun, als Kommentare zu hinterlassen. Was zu gewinnen gibt es natürlich auch und ich glaube, es lohnt sich definitiv … Zumindest hoffe ich das 😉
Aber worum geht es überhaupt? Vor Marlowe gab es noch eine ganze Reihe anderer Jahresprinzessinnen und eine von ihnen ist Maeve. Was Maeve alles erlebt hat … nun. Genau da kommt ihr ins Spiel. Das dürft ihr nämlich entscheiden und ICH werde es für euch schreiben.

Ablauf

Und wie genau soll das jetzt funktionieren …? Keine Sorge, hier bekommt ihr die Erklärung. Es gibt insgesamt 6 Themen, in denen ich euch durch Maeves Augen die Welt Avalun etwas näherbringen möchte. 6 Möglichkeiten für euch, zu entscheiden, was sie erlebt und worüber ihr mehr erfahrt.
Jeder Bloggerin hat sich ein Thema ausgesucht und wird euch die beiden Auswahlmöglichkeiten in ihrem Beitrag auf INSTAGRAM vorstellen – und dann seid ihr dran. Stimmt in den Kommentaren ab, welchen Weg Maeve gehen soll. Ist sie auf dem Land aufgewachsen oder in der Stadt? Ist sie eine Schneiderin oder eine Lehrerin? Ihr entscheidet! Ich zähle nachher die Kommentare aus und schreibe eine kleine Szene passend zu der von euch gewählten Möglichkeit.

Gewinnspiel

Jep, wie gesagt, einen Gewinn gibt es auch noch. Immer, wenn ihr bei einer der Bloggerinnen einen Kommentar hinterlasst, wandert ihr mit einem Los in den Lostopf. Insgesamt könnt ihr euch dadurch also 6 Lose sichern, wenn ihr jedes Mal kommentiert!
Und was könnt ihr gewinnen? Ich habe mir etwas hoffentlich ziemlich Cooles ausgedacht. Ich werde ein Taschenbuch-Paket mit allen meinen bisher erschienen Taschenbüchern verlosen! Goodies sind natürlich auch ein paar mit dabei … Es lohnt sich also, fleißig zu kommentieren und in eure Storys zu posten!

Teilnahmebedingungen

– Du bist 18 Jahre oder hast die Erlaubnis deiner Eltern⠀
– Mit der Nennung des hier angegebenen Namens erklärt sich der Teilnehmer im Falle eines Gewinnes einverstanden⠀
– Die Daten werden für den Versand benötigt, nicht gespeichert oder weiterverarbeitet⠀
– Urheberrechtsverletzende Inhalte sind als Teilnahme nicht erlaubt⠀
– Eine Barauszahlung, Umtausch oder Haftung auf dem Postweg sind ausgeschlossen⠀
– Teilnahme aus Deutschland, ansonsten muss der zusätzliche Versand übernommen werden⠀
– Mehrfachteilnahme durch mehrere Accounts der gleichen Person ist nicht zulässig⠀
– Die Auslosung geschieht per Zufall⠀
– Der Teilnehmer übermittelt im Falle des Gewinnes seine Daten an info@fuchsias-weltenecho.de⠀
– Meldet sich der Teilnehmer nicht innerhalb von 24 Stunden auf die Markierung, wird neu ausgelost und der Anspruch verfällt⠀
– Instagram hat nichts mit dem Gewinnspiel zu tun

Das Spiel der Götter – Die eisige Zeit – Steven Erikson

Inhalt:
Die fanatischen Heerscharen des Pannionischen Sehers stürmen aus dem Süden heran und überziehen Genabackis mit einer Welle der Gewalt. Um die schreckliche Armee abzuwehren, muss sich Hohefaust Dujek Einarm mit seinen früheren Feinden verbünden. Ob er dem Kriegsherrn Caladan Bruth und den Bewohnern der fliegenden Festung Mondbrut trauen kann, ist eine andere Frage. Doch Einarm hat keine Wahl: Die Truppen des Feindes rücken näher …

Was passiert … was … zur Hölle … was?!

So oder so ähnlich klinge ich beim Lesen dieser Reihe. Entweder, weil ich gerade keine Ahnung habe, was passiert, oder weil ich mir nur denke: Hat er nicht getan!
Die Antwort darauf ist immer: Doch, hat er getan 😉

Die „Das Spiel der Götter“-Reihe ist meiner Meinung nach das beste, was die Fantasy des 21. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Ja, sogar besser als die Askir-Reihe und ihr wisst, dass das was bei mir heißt. Als ich damals mit Band 1 angefangen habe, habe ich den erstmal abgebrochen. Ich war frustriert, weil ich nicht verstanden habe, worum es ging. Ich habe das Magie-System nicht verstanden, das Götter-System sowieso nicht und die Geschichte war aus so vielen Einzelteilen zusammengesetzt, dass nicht einmal ich sie im Kopf behalten konnte …
Aber dann meinte mein Lieblingsbuchhändler zu mir: Ja, der erste Band ist anstrengend, durch die ersten 100 Seiten muss man sich durchkämpfen. Danach wirst du nie wieder etwas anderes lesen wollen.
Vielleicht ein klein wenig übertrieben, aber im Kern hatte er recht. Schon in der Mitte von Band 1 war ich vollkommen überzeugt von dieser Reihe und danach wurde es immer und immer besser.

Die Figuren: Mit Erikson ist das so. Er handelt die Geschichte nicht chronologisch den Figuren folgend ab, sondern chronologisch den Ereignissen folgend. Das heißt in Band 4 sind wir zu den Figuren des ersten Bandes zurückgekehrt. Einige vertraute Gesichter fehlen (weiß der Himmel, wo sie gerade rumturnen), aber Dujek Einarm, Elster, der Schnelle Ben, Caladan Bruth und Anomander Rake sind wieder von der Partie. Und verdammt nochmal sind diese Figuren episch. In Band 2 gab es eine Figur, die ich bis aufs Blut gehasst habe (war aber wohl beabsichtigt), aber hier … sie sind einfach alle viel zu cool, um sie nicht zu mögen. Und es gab einige sehr lustige Szenen, absolut skurril, als alle aufeinander getroffen sind. Aber auch neue Figuren wie die Mhybe, Silberfuchs und Lady Missgunst fand ich sehr spannend und ich freue mich darauf, sie näher kennenzulernen.
Die ganzen Figuren auseinanderzuhalten wird dadurch einfacher, dass sie wirklich alle einzigartig sind!

Das Setting: Ein bisschen schade fand ich es schon, dass wir die Wüste und die Sieben Städte hinter uns gelassen haben, aber ich wurde relativ schnell darüber hinweggetröstet. Zwar war das Setting in diesem Band nicht so wichtig, wie zum Beispiel in Band 2 und 3, aber das, was man davon mitbekommen hat, war definitiv spannend und gut beschrieben.

Die Handlung: Wo fange ich an? Ohne zu spoilern? Auf jeden Fall will ich so viel sagen: Man hat sehr viele Aha-Momente. Viele rätselhafte Dinge werden aufgeklärt und man versteht endlich mehr über das Magie- und Götter-System. Die neuen Antagonisten, die pannionische Domäne, ist ein absoluter Meisterschachzug. Ich hatte echt Gänsehaut, als sie näher beschrieben wurde. Weiße Wanderer, ihr könnt einpacken. Und das beste daran ist? Das unheimlichste an der Domäne ist nicht das Übernatürliche, der göttliche Einfluss. Sondern die Taten, zu denen fanatische Menschen fähig sind. Und dass ich, obwohl ich wusste, dass es Fantasy ist, hin und wieder gedacht habe: Jap. Das könnte auch in unserer Welt so passieren.

Der Schreibstil: Wie gesagt, Erikson erklärt wenig. Ich war immer schon froh, wenn die Figuren Fragen gestellt oder Ereignisse rekapituliert haben. Das hat enorm geholfen, den Überblick zu behalten. Ansonsten ist der Schreibstil recht angenehm zu lesen. Er ist nicht irgendwie übermäßig poetisch oder hochtrabend.

Ein paar Worte zur Fantasy: Aus Gründen, die ich gut verstehen und nicht immer gutheißen kann, wird alles mit J. R. R. Tolkien verglichen. Das ist weder Tolkien noch modernen Autoren_innen gegenüber fair, aber Tolkien ist nun einmal derjenige, der die moderne Fantasy geprägt hat. Darüber reden wir aber ein andermal.
Was ich nicht verstehen kann, ist, dass jemand wie George R. R. Martin auf so einen Thron gehoben wird und unbekanntere Autoren wie Erikson, Schwartz oder Feist mehr oder weniger ignoriert werden. Die „Game of Thrones“-Reihe ist … okay. Die ersten Bände mag ich, die letzten Bände sind meiner Meinung nach einfach nur noch wirr. Die Eigenleistung von Martin ist gleich null. Er lässt sich viel von der britischen Geschichte inspirieren, was ich nicht schlimm finde, aber wenn man sich dann anschaut, dass Erikson 6 Jahre lang nur geplant hat, um diese Welt zu erschaffen … (und dann sogar seine Reihe beendet hat *hüstel*). Es erscheint mir einfach nicht fair.
Ja, Erikson lesen ist nicht einfach. Man braucht vor allem am Anfang ein bisschen Geduld und muss es ertragen, nicht alles erklärt zu bekommen – was uns modernen Lesern sowieso schwerfällt, weil wir in Büchern alles zu Tode erklärt bekommen.
Also: Gebt Erikson eine Chance. Er hat sie definitiv verdient.

Zusammenfassung (Band 4):

Cover: 5 / 5
Story: 4 / 5
Setting: 4 / 5
Figuren: 5 / 5
Schreibstil: 5 / 5
Insgesamt: 5 / 5

Autoren-Rückblick 2019

2019 im Zeichen der Bücher

2019 ist vorbei und ich kann nur sagen: was ein Jahr! 2018 war schon mega, mit dem ersten Vertrag, der ersten Veröffentlichung … und dann wurde noch eins drauf gesetzt. Band 1 der Feenwelt lief so gut, schon in der Vorbestellungszeit, dass ich noch vor Veröffentlichung das „Okay“ für Band 2 bekommen habe – und 1 1/2 Monate nach Veröffentlichung von Band 1 kam dann auch die Nachricht, dass ich für diesen ein Taschenbuch bekommen würde!

Frühjahr 2019

Band 1 der Feenwelt kam als Taschenbuch raus 😉 Es ist ein unglaubliches Gefühl, sein eigenes Buch in den Händen zu halten und es sich ins Regal zu stellen – und zu sehen, wie andere es ins Regal stellen! Sogar in Buchläden habe ich es gefunden (und tue ich immer noch), was mich sehr glücklich macht. Im Frühjahr stand auch die Leipziger Buchmesse an, auf der ich signieren durfte!
Und auf der ich die Nachricht erhalten habe, dass auch Band 2 ein Taschenbuch bekommen würde – und das, obwohl er noch gar nicht erschienen war.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt?

„Eine Krone aus Perlen und Asche“ ist ein Buch, auf das ich sehr stolz war, das schwierig zu schreiben war – und das mir eine schmerzhafte Lektion erteilt hat. Auch wenn man immer sagt, man macht sich keine Hoffnung … Gelogen. Total gelogen. Natürlich habe ich gehofft, dass es genauso gut läuft wie Band 1. Ist es nicht. Ganz und gar nicht. Band 2 der Feenwelt ist von allen bisher veröffentlichten Büchern das, was am schlechtesten gelaufen ist. Was nur zeigt, dass im Autorenleben nichts vorhersehbar ist, dass es keine Garantien gibt, dass man enttäuscht wird – aber dass man nach ein paar schlechten Tagen auch die Zähne zusammenbeißen muss. Das Buch liebe ich aber immer noch sehr <3

Sommer 2019

Buch Nummer 3!

Und die Zähne musste ich auch weiterhin zusammenbeißen! Der Erscheinungstermin von Engelsschatten – Gejagte des Himmels ist immer nähergerückt und damit war ich mitten im Lektorat drin. Ein Lektorat, das mich sehr, sehr viele Nerven gekostet hat (aber dazu an anderer Stelle mehr). Die Veröffentlichung selbst lief auch reibungslos ab und auch hier bekam ich schnell die Rückmeldung, dass es das Buch als Taschenbuch geben würde. Ich bin fast vom Stuhl gekippt und bin danach quietschend durchs Wohnzimmer gehüpft. Meine Eltern haben mich glaube ich für ein bisschen bescheuert gehalten … 😉

4 kleine Bücherlein, stehn‘ in meinem Regaaal …

Bei Engelsschatten 2 kam häufiger die Frage auf: WIE HAST DU DAS GEMACHT? SO SCHNELL ZU SCHREIBEN!
Fun Fact: Engelsschatten war ursprünglich mal ein einziges Buch und das erste Buch, das ich je fertig geschrieben habe 😉 Und zwar schon 2016. 2019 habe ich dann also nur noch einmal überarbeitet und ein Lektorat absolviert.
Auch Band 2 bekam ein Taschenbuch! Wuhu! Und bei der Reihe lief Band 2 auch mehr oder weniger genauso gut wie Band 1. So kann’s also auch gehen …

Herbst 2019

*Schnappatmung*

Die Longlist des Deutschen Phantastikpreises wurde im Sommer veröffentlicht. Ich war in Italien mit meinen Eltern und relativ früh wach, als ich auf einmal eine Whatsapp-Nachricht bekam: Hast du schon gesehen?!?
Äh … ne, hatte ich noch nicht. Innerhalb von 30 Minuten bekam ich dann auch fünf weitere Nachrichten und hatte mittlerweile verstanden, was da passiert war: Die Jury hatte mich vorgeschlagen, für den Debüt-Preis! Ich habe das fleißig überall geteilt, Freunden und Familie Bescheid gesagt und das ehrlich gesagt ein wenig vergessen … bis die Shortlist veröffentlicht wurde. Und mein Buch immer noch dabei war. Das war krass, absolut krass und unglaublich (und ja, ich habe gequietscht, als ich gesehen habe, dass mein Buch auf der Carlsen Instagram-Seite auf einem Bild war ;)). Im November war ich auf der Verleihung des Preises im Zuge der BuchBerlin. Gewonnen habe ich nicht, aber alleine auf der Liste zu stehen, war eine riesige Ehre und ich bin sehr stolz darauf. Auch beim Lovelybooks-Leserpreis war ich nominiert und habe es auf Platz 20 geschafft!

Gute Gelegenheit, um mit allen Covern anzugeben!

Über die FBM habe ich ja schon einen Messe-Rückblick geschrieben und will darüber jetzt auch nicht viele Worte verlieren – außer, dass es super schön und super stressig war und ich mich immer wieder frage, warum ich mir das antue. Nur, um jetzt schon zu wissen, dass ich auch 2020 wieder da sein werde 😉 Allerdings werde ich einen Bogen um den Samstag machen und nur da sein, wenn ich einen Termin habe oder so. Echt, der Samstag war die Hölle, oder?!

Winter 2019

2019 endete mit einem richtigen Knall – und damit meine ich nicht Silvester, 0:00 Uhr habe ich mit einer Panikattacke im Hausflur verbracht. Nein, ich meine den 28.12., an dem mein Cover veröffentlicht wurde. Das Cover für mein nächstes Buch, das im Februar 2020 veröffentlicht wird. Das Buch, das mir so unglaublich wichtig ist, dass es noch einen eigenen Blogbeitrag bekommen wird …

Askir und Götterkriege – Richard Schwartz [Gesamtrezension]

Inhalt von Sammelband 1:
Das Epos um das legendäre Reich Askir: Havald, ein Krieger aus dem Reich Letasan, und die undurchschaubare Magierin Leandra verschlägt es in das abgeschiedene Wirtshaus »Zum Hammerkopf«. Dort müssen sie nicht nur einen blutigen Mord aufklären, sondern erfahren auch, dass sich unter dem Gasthof mysteriöse Kraftlinien kreuzen. Und dass ein magisches Portal sie ins zersplitterte Reich Askir führen kann …

Ein Muss für Fantasy-Fans?

Ich beantworte die Frage mal direkt: ja! Die Askir- und Götterkriege-Reihe gehört meiner Meinung nach zu dem Besten, was das Fantasy-Genre seit 2000 hervorgebracht hat. Und das nicht nur, weil man hier als Lesedrache mit 7.280 insgesamten Seiten (ja, das habe ich für euch nachgerechnet) (ja, mit meinem Handy) (ich studiere Sprachen, lasst mich!) mehr als nur auf seine Kosten kommt – sondern auch, weil die gesamte Buchreihe neue Standards setzt, was Figuren und Worldbuilding angeht. Gucken wir uns das ganze mal genauer an …

Die Story: Wo soll man hier anfangen? Vor allem, wenn man nicht spoilern will, da jeder Band mit neuen Wendungen und Plottwists um die Ecke kommt? Aber gut. Die Story ist eine Art Heldenreise. Wir begleiten die meiste Zeit Havald, aus der Ich-Perspektive, ein gealterter, vom Leben enttäuschter Nationalheld. Er wird, am Anfang gegen seinen Willen, in eine rasante Jagd nach der Wahrheit verstrickt. Nach der Wahrheit über sich selbst, seine Heimat und die Ursprünge von allem, was er glaubt zu kennen. Aber das fasst nicht einmal annähernd die Geschichte zusammen, die sich über tausende von Seiten erstreckt.
Nicht jedes Buch ist gleich spannend oder hat mir gleich gut gefallen. Im zweiten Sammelband war ich kurz davor, die Reihe an den Nagel zu hängen. Aber mein Buchhändler des Vertrauens versicherte mir: Durchhalten, es wird wieder besser.
Und wie es das wurde. Im Nachhinein mache ich dem Autoren auch absolut keinen Vorwurf! Dass er es überhaupt schafft, einen kontinuierlichen Story- und Spannungsbogen zu halten, ist absolut bewundernswert (*hüstel nicht so wie andere Autoren, die viel mehr gefeiert werden hüstel*). Dass da auch mal Ausreißer dabei sind, finde ich völlig in Ordnung. Also an alle, die im zweiten Sammelband feststecken und Havald gerne sein Schwert, über das er die ganze Zeit jammert, über den Kopf ziehen wollen: Es wird besser. Versprochen 😉

Die Figuren: Manche mochte ich, manche fand ich doof, bei manchen hat sich das von Band zu Band verändert. Aber sie alle hat eins geeint: Sie waren großartig ausgearbeitet, vielschichtig und haben so gut wie immer absolut nachvollziehbar gehandelt.
Dadurch, dass Havald kein junger Mann mehr ist, hatten wir bei ihm nicht sehr viel Entwicklung. Was ich allerdings angenehm fand, war, dass er immer mehr in seine Rolle hineingewachsen ist und trotzdem immer er selbst geblieben ist.
Zokora war für mich mit Abstand eine der coolsten Figuren. Sie war tough, witzig und hat eine wahnsinnige Entwicklung durchgemacht, ohne dabei den Kern ihres Wesens zu verlieren. Männlichen Autoren sagt man ja gerne nach, dass sie Frauenfiguren nicht hinbekommen – Schwartz beweist hier das Gegenteil.
Leandra und ich haben uns nicht gut verstanden. Am Anfang mochte ich sie sehr, zwischendurch habe ich sie gehasst und am Ende fand ich sie erträglich. Aber definitiv eine spannende, vielschichtige Figur, über die man lange diskutieren kann. Und ohne Zweifel eine starke Frau!
Serafine ist der Punkt, an dem ich sagen würde: Hätte man vielleicht besser machen können. Am Anfang fand ich sie klasse, mochte sie viel lieber als Leandra. Leider wurde sie im Laufe der Bände immer … nerviger. Sie hat Havald immer wieder die gleichen Sachen vorgeworfen, ihm grundlos nicht vertraut und hat sich aufgeführt wie ein Kleinkind.

In jedem Sammelband ist eine wunderschöne Karte enthalten!

Das Setting: Dazu muss ich eigentlich gar nicht viel sagen. Das Setting ist eines der besten und ausgeklügelsten Settings, das ich kenne. Es ist nicht übermäßig kompliziert, sodass man nicht alle paar Seiten verwirrt innehalten muss. Es wird nach und nach in jedem Band aufgedeckt, weil auch die Figuren immer mehr der Welt entdecken, was es sehr einfach macht, die Welt ebenfalls Stück für Stück kennenzulernen. Ausgezeichnet gelöst!
Allgemein konnte mich das Worldbuilding restlos überzeugen. Es war einzigartig, gut erklärt und hat immer wieder für Überraschungen beim Lesen gesorgt.

Gesamteindruck: Eine Reihe, bei der es sich definitiv lohnt, durchzuhalten. Eigentlich ist jeder Band spannend, mir sind so gut wie keine Logikfehler oder Plotholes aufgefallen (was bei so vielen Seiten eine wahnsinns Leistung ist) und der aufregende Plot mit den drölftausend Wendungen lässt einen nicht gelangweilt zurück.

Hand für Größenverhältnisse …

Zusammenfassung:

Cover: * * * * * * * * * * (ist klar, ne?)
Story: * * * *
Setting: * * * * * * * * * * * * * * * * * etc.
Figuren: * * * *
Schreibstil: * * * * *
Insgesamt: Was war die Höchstgrenze? Fünftausend?

Figuren der Feenwelt

Meine Feenwelt-Reihe hat einen ganzen Haufen von Figuren, die ich eigentlich alle ziemlich cool finde 😉 Deswegen, seid froh, dass ich mich hier auf ein paar beschränke, die ich euch gerne etwas näher vorstellen möchte: Und zwar die Hauptfiguren, denn es gibt immer so viele Informationen, die man sich im Kopf zusammenstellt und die es dann nie ins Buch schaffen. Aber seht selbst …

Andira Wasserlauf, Kronprinzessin

Alter: 18 Jahre
Affinität: Eis … Sehr zu Gardoraths Leidwesen, der sich mit Wasser vielleicht anfreunden könnte, aber mit ihr schnell auf den vereisten Boden der Tatsachen zurückkehrt.
Persönlichkeit: Was Andira einmal gelesen hat, vergisst sie nicht so schnell wieder. Und da sie sehr viel liest, hat sie für fast jede Situation eine passende Idee – Pläne schmieden ist nämlich ihre große Stärke. Das Ausführen dieser gehört nicht unbedingt zu ihren Lieblingsbeschäftigungen, da sie sich häufiger um den Kampf mit Waffen gedrückt hat. Ihrer Meinung nach sollte nämlich nicht die Schärfe der Klinge entscheidend sein, sondern die Vernunft des Verstandes. Sie kann es nicht leiden, wenn über ihren Kopf hinweg entschieden wird oder wenn andere Feen (aka ihr Vater und Gardorath) versuchen, ihr Dinge vorzuschreiben. Wenn das passiert, kann sie auch sehr schnell aufbrausend werden, sodass ihre Fähigkeiten aus ihr herausbrechen.
Als ihre wichtigste Eigenschaft empfinden sie (und die Autorin) jedoch, dass sie stets bemüht ist, sich nicht von alten Vorurteilen beeinflussen zu lassen. Es gelingt ihr nicht immer, aber sie ist selbstkritisch genug, um zu erkennen, wenn sie einen Fehler gemacht hat. Dann kann sie ihren Stolz auch rasch hinunterschlucken.
Lieblingssatz: Unverständnis führt zu Angst. Angst führt zu Wut. Wut führt zu Hass. Und Hass endet in Zerstörung. Deswegen will ich verstehen.

Gardorath Funkenflug, Thronerbe der Feuerfeen

Alter: 18 Jahre
Affinität: Feuer – er legt Wert darauf, klarzustellen, dass er sich nicht von Magma ernährt, auch wenn er darin baden kann. Er ist sich ziemlich sicher, dass eine derartige Nahrungsaufnahme wenig empfehlenswert ist.
Persönlichkeit: Wenn er mal zwei Stunden nichts zu tun hat, langweilt er sich zu Tode. Am liebsten würde er den ganzen Tag die Hauptstadt erkunden, sich mit den Feen unterhalten oder Kampfstunden nehmen. Sein Onkel, dem er immer nachzueifern versucht, ist als großer Kämpfer bekannt und er will ihm in nichts nachstehen. Dadurch vernachlässigt er hin und wieder seine anderen Studien. In Kampfsituationen spielt ihm das aber in die Karten und er stellt sich furchtlos auch den größten Gefahren.
Von Natur aus ist er eher argwöhnisch und misstrauisch, was andere Feen angeht. Der raue Umgang mit Soldaten in seiner Kindheit und Jugend, von denen viele noch den alten Vorurteilen anhängen, hat ihn geprägt, sodass es ihm hin und wieder schwer fällt, über seinen Tellerrand hinauszuschauen. Trotzdem denkt er, dass es wichtig ist, alte Werte zu hinterfragen und träumt von einem neuen, tiefergehenden Frieden zwischen den Feenvölkern.
Lieblingssatz: Ich erwarte das Beste, rechne aber mit dem Schlimmsten.

Gelya Näherin, Wasserfee

Alter: 13 Jahre
Affinität: Wasser – obwohl sie keine Verbindung zur Königsfamilie hat, kann sie überdurchschnittlich gut schwimmen und sehr tief tauchen.
Persönlichkeit: Während ihre beiden älteren Schwestern in der Werkstatt ihres Vaters gearbeitet haben, hat Gelya immer schon lieber ihre Zeit draußen verbracht. Am liebsten auf dem Marktplatz, um die neusten Geschichten und Gerüchte als erste zu hören. Schon früh war ihr klar, dass sie nicht dafür gemacht ist, an einem Ort zu bleiben. Ihren großen Traum, auf einem Erkundungsschiff die unendlich weiten Meere zu bereisen, hat sie nie aufgegeben, auch wenn viele versuchten, sie davon abzubringen.
Es fällt ihr schwer, Vertrauen zu anderen zu fassen, aber wenn sie das einmal getan hat, ist sie beinahe übertrieben loyal. Neid, Missgunst, Vorurteile und Verrat findet sie furchtbar, und kann auch durchaus eine nachtragende Ader in sich haben. Ihre Handlungen sind oft überstürzt und impulsiv – sie fällt häufig mit der Tür ins Haus, bevor sie kontrolliert, ob es überhaupt die Richtige war. Ihre geballte Energie lässt sie auch schwierige Situationen gut überstehen.
Lieblingssatz: Sowas hat sie nicht, dafür ändert sie zu schnell ihre Vorlieben.

Messe-Rückblick

Der Eingang zur Kammer des Schreck … äh, zur Frankfurter Buchmesse

Die Messe ist vorbei, die meisten sind schon längst mit ihren Rückblicken durch, Tintendrache ist erst jetzt dabei, weil … Gründe 😉
Im Gesamten war die Messe sehr schön, sehr erfolgreich, aber auch sehr anstrengend. Vor allem letzteres wird jedes Jahr schlimmer habe ich das Gefühl. Aber dazu gleich im Bericht der einzelnen Tage mehr …

17. Oktober

Fachbesucher-Tag. Die Einlasskontrollen gehen schnell, die Gänge sind noch überschaubar leer – aber trotzdem prasseln bereits die ersten Eindrücke auf einen ein. Messe heißt nämlich auch: Durch die Gegend rennen und Leute suchen, die wiederum selbst durch die Gegend rennen und Leute suchen und dann mitten im Kreuzgang ein vertrautes Gesicht zu sehen. Laute Begrüßungen, Umarmungen, ein hektisches Gespräch – weiter.
Nach etwa anderthalb Stunden müssen wir die erste Pause einlegen, was aber vor allem daran liegt, dass wir faul sind … Äh, ich meine natürlich, dass das alles so anstrengend ist!
Dann finden wir endlich die, die wir schon seit dem Morgen suchen. Der Messe-Donnerstag ist aber alles in allem relativ unspektakulär, weil man sich erst einmal orientiert und ankommen möchte.

18. Oktober

Der Freitag hielt schon das erste Highlight für mich bereit. Aber der Reihe nach. Denn erst einmal zieht es mich zum Romance Talk bei Knaur, da dort auch Katharina Mittmann dabei ist. Für ihr Buch „Campus Love“ durfte ich Testleserin sein, daher durfte ich das nicht verpassen. Und ich sage euch: Es war mega! Super gut besucht und die Signierschlange war ewig lang. Natürlich habe ich mich mit dazu gestellt – und ja, eine Unterschrift bekommen 😉

Hier wird fleißig signiert

Dann war es aber auch nahezu schon so weit: meine Signierstunde!
Am Stand wurde nur Engelsschatten – Gejagte des Himmels verkauft, aber ich habe mich sehr gefreut, dass einige auch meine „alten“ Bücher dabei hatten! Kleiner Tipp: Ich signiere alles, was man mir unter die Nase hält 😉
Und auch meine Signierstunde war gut besucht, was mich sehr gefreut hat. Sogar auf der Carlsen-Seite ist jetzt ein Bild von mir zu finden 😉

19. Oktober

Die Massen kommen …. Und wie sie kamen! Das fing schon damit an, dass die Einlasskontrollen um 9 Uhr bereits halb überlastet waren. Für mich ging es aber erst einmal zum Impress-Dark-Diamonds-Brunch mit Autoren und Bloggern. Da gibt es immer leckeren, heißen Kakao mit Toppings und Croissants und ähnliches 😉
Danach habe ich angefangen, mich durch die Messe zu schieben … Der Horror. Einmal durch Halle 3 durch und ich bin nach draußen geflüchtet, wo es leider schon ziemlich kalt war. Aber egal. Bis zum Schreibnacht-Treffen habe ich ausgehalten, sogar das Bookstagram-Treffen habe ich noch mitgenommen, dann zog es mich wieder in die Halle zurück. Zum Knaur-Stand, um ein paar freundliche Gesichter zu sehen. Da habe ich mich dann mehrere Stunden auskuriert … Man munkelt, es gab sogar Schokolade, Sekt und Snacks …
Abends ging es dann noch zu einem Abendessen, wo ich einige nette Leute kennengelernt habe.

20. Oktober

Und zack, da war die Messe auch schon fast wieder vorbei. Aber erst einmal hatte ich noch meinen Termin mit meiner Lektorin von Impress. Und ich sage euch: Der hat sich definitiv gelohnt 😉 Bald kann ich euch sicherlich mehr dazu erzählen.
Danach habe ich mich nur noch ein bisschen rumgeschlichen, meinen obligatorischen Messe-Crêpe gegessen und bin dann noch mit einer Bloggerin, die ich bei dem Abendessen kennengelernt habe, einen Kaffee trinken gegangen. Ja, so schön kann netzwerken manchmal sein!
Abends war ich dann gegen zehn Uhr zu Hause und bin todmüde ins Bett gefallen. Den ganzen Input musste ich erst einmal verarbeiten – und eigentlich bin ich immer noch dabei.

Messe ist: Sich vorher ein Loch in den Bauch freuen, währenddessen alles hassen, sich danach auf die nächste Messe freuen!

Verlagsautor*in – Mythos und Wahrheit

Vertrag von „Ein Königreich aus Feuer und Eis“

Der Verlag als Ponyhof

Zumindest scheinen einige Leute zu glauben, dass das Realität aus Verlagsautor*in ist 😉 Und ich will auch gar nicht sagen, dass ein Verlagsvertrag die Dinge nicht einfacher macht – vor allem im Vergleich zum Selfpublishing. Aber eine riesen große Fete ist es eben auch nicht. In letzter Zeit bekomme ich aber immer häufiger auf Social-Media mit, dass es eine Menge Mythen, Gerüchte und Vorurteile gibt, die mit Verlagen zu tun haben. Manche davon positiv, manche davon negativ. Ein paar gucke ich mir heute mal genauer an.
Eine Warnung: Dieser Artikel nimmt sich selbst nicht allzu ernst, also tut das bitte auch nicht 😉 Ich habe Selfpublishing nie ausprobiert (und werde ich auch vermutlich nicht, dafür habe ich davor viel zu großen Respekt), aber ob als SPler oder Verlagsautor*in: Beides ist gleichwertig in meinen Augen. Beides hat Vor- und Nachteile. Jeder sollte das machen, mit dem er oder sie sich am wohlsten fühlt!
Außerdem: Ich bin ohne Frage mehr als dankbar für meinen Verlagsvertrag. Dass das für viele ein unerfüllter Traum ist, weiß ich. Aber es geht mir auf den Keks, dass einige meinen, ich dürfte mich dann ja nicht beschweren. Doch. Tue ich. Darf ich. Mach ich.
In diesem Sinne:

5 Mythen über Verlagsautoren*innen

Mythos Nummer 1: Man verdient total viel Geld.
Wahrheit: Wenn das so wäre, glaubt ihr echt, ich würde noch in Deutschland rumsitzen und mir die Füße abfrieren? Okay, mal im Ernst. Die harten Fakten: Ich nicht mal eine 50% Beteiligung am Gewinn 😉 Natürlich entstehen mir auch keine Kosten, wie beim Selfpublishing, aber dafür behält der Verlag den Löwenanteil ein.

Mythos Nummer 2: Der Verlag regelt alles.
Wahrheit: Äh … schön wär’s. Ja, der Verlag kümmert sich um Lektorat, Korrektorat, Cover und Buchsatz. Den größten Teil der Werbung mache ich aber selbst, Social Media Aktionen denke ich mir selbst aus, Blogger schreibe ich selbst an – und …

Mythos Nummer 3: Verlagsautor*innen geben kein Geld für Merch aus! Das macht der Verlag!
Wahrheit: Kein Witz, habe ich letztens so gehört. Ich musste lachen. Laut. Dann habe ich meinen Kontoauszug gesehen und ein bisschen geweint. Und mir dann den Zeh an meiner Kiste mit Postkarten gestoßen, die ich von meinem eigenen Geld gekauft habe.

Vertrag von „Eine Krone aus Perlen und Asche“

Mythos Nummer 4: Entweder: Verlag und Autor*in entscheiden alles zusammen. Oder: Der Verlag entscheidet alleine! (Je nachdem, mit wem man sich gerade unterhält)
Wahrheit: Es ist eine Mischung aus beidem und von Verlag zu Verlag auch unterschiedlich 😉 Man kann schon sagen, wenn einem Cover oder Klappentext oder Titel nicht gut gefallen – der Verlag ist aber nicht dazu verpflichtet, das mit reinzunehmen. Es kommt auch immer darauf an, wie wichtig es einem ist, seine Meinung durchzusetzen. Ich habe die Einstellung: Mein Verlag hat definitiv mehr Ahnung von der Zielgruppe. Im Großen und Ganzen lasse ich sie also machen, was Entscheidungen bei Cover, Klappentext und Titel angeht.

Mythos Nummer 5: Hat man einen Vertrag, regnet es danach Verträge.
Wahrheit: Schon wieder ein jein. Sowohl beim „eigenen“ Verlag, als auch bei anderen Verlagen kommt es natürlich gut an, schon mal veröffentlicht zu sein. Bei seinem eigenen Verlag hat man in der Regel auch einen persönlicheren Kontakt und muss nicht den offiziellen Weg gehen, um ein Manuskript einzureichen. Trotzdem wird das Manuskript noch geprüft, und das kann unter Umständen auch länger dauern. Und dann heißt es auch lange noch nicht, dass das zweite Manuskript ebenfalls den richtigen Ton trifft!
Aber ja, die Chancen sind etwas größer. Garantien gibt es nie.

Vertrag von „Engelsschatten 1 und 2“

All das, aber …

Es gibt eine Menge Gründe, warum man sich für oder gegen einen Verlag entscheidet. Seien wir mal ehrlich: Hat man es geschafft, einen Vertrag zu ergattern, macht man sich das Leben einfacher. Von dem, was ich vom Selfpublishing mitbekommen habe, ist das wahnsinnig stressig, wahnsinnig viel Arbeit, und auch mit großen, finanziellen Risiken verbunden – und das alles über das Schreiben des Buches hinaus. Dazu kommen natürlich Präsenz auf Messen und im Buchhandel.
Also: Ich bin gerne Verlagsautorin. Und für mich persönlich ist das auch der einzige Weg, den ich mir vorstellen kann. Ein Ponyhof ist es trotzdem nicht. Eher manchmal ein Rennstall und jeder scheint „I want to be the very best, like no one ever waaaaas!“, im Kopf zu haben 😉 (Gern geschehen, für den Ohrwurm)

SAMe Love – Nadine Roth

Inhalt: Die siebzehnjährige Sam will nur eins in ihrem Leben: glücklich sein. Doch wenn sie in den Armen ihres Freundes Robin liegt, ist sie ganz und gar nicht glücklich. Es fühlt sich falsch an. Unvollständig. Erst als die neue Schülerin Romy wie ein Wirbelwind nicht nur ins Klassenzimmer, sondern auch in Sams Leben platzt, sind da mit einem Mal die Gefühle, die sie sich bei Robin so sehnlich gewünscht hat. Die sich richtig anfühlen und vor denen Sam sich dennoch fürchtet. Es kann doch nicht sein, dass sie sich ausgerechnet in eine Frau verliebt! Oder doch? Und selbst wenn – hat diese Liebe überhaupt eine Chance in einer Welt voller Intoleranz, Vorurteilen und Tabus? Eine Geschichte über ein Coming-out und die ganz große Liebe.

Jede Repräsentation ist gut. Oder?

Auf das Buch wurde ich während der LBM 2019 aufmerksam gemacht. Eine lesbische Liebesgeschichte in Richtung New Adult Genre? Das klang potenziell interessant für mich!
Und zuerst war ich auch ziemlich angetan. Kleine Vorabinfo: Das Buch ist nicht durch und durch schlecht. Ich finde es immer noch gut, dass Bücher mit LGBTQ+ Inhalt auf dem Markt ankommen, gemocht werden, geschrieben werden. Trotzdem ist meine Leseempfehlung für dieses Buch nur sehr eingeschränkt vorhanden. Es sollte sozusagen mit Vorsicht genossen werden.

Die Charaktere: Romy hat mir ziemlich gut gefallen. Ich konnte mich gut in sie reinfühlen, obwohl sie kein erzählender Charakter war, und sie war mir sympathisch.
Sam … Sam hat mir im ersten Drittel häufig direkt aus der Seele gesprochen, was der Grund für meine anfängliche Begeisterung war. Je länger ich jedoch gelesen habe, desto weniger habe ich sie verstanden. Ich konnte ihre Gedankengänge nicht gut nachvollziehen und ihre Schlussfolgerungen haben den Eindruck erweckt, als wäre sie kein ganz helles Köpfchen.

Die Lovestory: Wie sie sich entwickelt hat, fand ich relativ gut. Schön langsam, damit Sam auch Zeit hatte, sich in ihrer Sexualität neu zu finden. Etwas schwierig fand ich die intimen Szenen, weil Sam, die vorher ein schwieriges Verhältnis zu Sex hatte, sofort Feuer und Flamme war und alles mitgemacht hat. Äh … Nein. So funktioniert das nicht.
Allerdings kommen wir hier auch zu einem der größeren Knackpunkte der Geschichte …

Das Coming-Out und Queerness im Buch: Das erzwungene Coming-Out war extrem unrealistisch, unpassend und übertrieben. Ich war auf einer katholischen Mädchenschule mit NONNEN und da hat es niemanden wirklich interessiert, ob da zwei Mädchen Händchen gehalten haben. Ja, es gibt viele Vorurteile. Ja, schwere Coming-Outs gibt es. Aber eine ganze Schule als homophob darzustellen, aufgehetzt von einem einzigen Mädchen, ist einfach nicht zeitgemäß meiner Meinung nach – und mit der Meinung stehe ich in der Community nicht alleine da.
WrongTurn … Ich musste prusten, als die Band vorkam. Mir war absolut klar, auf was das anspielen soll und ich verabscheue das Shippen realer Personen. Und der superberühmte, professionelle Sänger verliert dann total die Fassung mitten auf der Bühne, weil sich zwei Mädchen küssen und ein „Love is Love“-Schild hochhalten? Beestiiimmt. Nicht. (Fun Fact: Von der Bühne aus sieht man im Zuschauerraum so gut wie nichts.)

Der Schreibstil: Der war soweit okay, aber man hat leider gemerkt, dass die Autorin definitiv nicht mehr 17 ist und sich auch lange nicht mehr mit 17-Jährigen Mädels unterhalten hat. Ich finde das Wort „antörnen“ ist sowieso schon eines der unsexiesten Wörter, die es gibt. Und ich bezweifle, dass Teenager das noch benutzen. Außerdem ….. Wortfelder aus dem Autobereich in intimen Szenen sind halt auch irgendwie … unsexy.

Spoiler: Robin: Nochmal, hier kommt jetzt ein Spoiler!
Robin ist Sams Freund zu Beginn des Buches, zwischendurch Ex-Freund und am Ende … Am Ende ist er ein mieses, homophobes (echt, jeder in diesem Buch ist homophob, bis auf Romys Familie), vergewaltigendes Schwein. Und er fängt als netter Kerl von nebenan an, das sollte man noch dazu sagen. Ganz zu schweigen davon, dass ich es höchst fragwürdig finde, in einer süßen Liebesgeschichte mehr oder weniger explizit Vergewaltigung und Nötigung zu BESCHREIBEN, war die Charakter-Entwicklung einfach absolut unglaubwürdig.
Oh. Und eine Trigger-Warnung gab es übrigens auch nicht. Da ich auch Band 2 gelesen habe, kann ich darüber hinaus noch sagen: Damit wird nicht adäquat umgegangen. Absolut nicht.

Zusammenfassung:

Cover: * * *
Story: * *
Figuren: * * *
Repräsentation: * *
Schreibstil: * *
Insgesamt: * * –

Engelsschatten 1 – Gejagte des Himmels

Klappentext: **Die Jagd der Engel beginnt**
Das himmlische Dasein als Engel könnte für die temperamentvolle Außenseiterin Maggie nicht unerträglicher sein. Die strengen Regeln treiben sie immer wieder aufs Neue an ihre Grenzen. Doch niemals hätte sie damit gerechnet, dass sie für ihre Aufmüpfigkeit die schlimmste Bestrafung für einen Engel erwartet: Sie soll fallen! Voller Entsetzen flieht sie auf die Erde – und landet ausgerechnet in den Armen eines teuflisch charismatischen Dämons…  

Lang lang ist’s her

Nein, nicht die Veröffentlichung 😉 Die erste Idee zu Engelsschatten und das Schreiben.
Mit 13 lag ich auf meinem Bett, habe Subway to Sally gehört und auf einem Collegeblock die Idee für eine Story mit einem Mädchen, das ein Engel ist, und einem Kerl, der ein Dämon ist und es passieren Dinge aufgeschrieben. Es waren glaube ich vier Seiten. Maggie hieß damals noch Lucinda und Eresz … glaube ich sogar schon Eresz, aber ich besitze die Seiten nicht mehr 😉 Zum Glück. Für mich. Und alle anderen, die sie aus Versehen lesen könnten.
Im November 2016 habe ich dann das erste mal beim NaNoWriMo mitgemacht, und ich wollte dieses Projekt schreiben. Ich hatte einen Plot und die feste Absicht: Das wird dein erstes beendetes Projekt!
Den NaNo habe ich damals nicht geschafft, aber im März 2017 habe ich dann das Projekt beendet.

Messe-Geplauder

Sprung zur LBM 2019. Gespräch zwischen meiner Lektorin und mir.
Sie: Hattest du da nicht noch was mit Engeln und Dämonen …?
Ich: Öh … Ja, klar. Also, das ist so … […]
Sie: Klingt super! Schick mir mal Exposé und Leseprobe, sobald du zu Hause bist.
Hat sie bekommen und ich habe gewartet. Ich hasse Warten übrigens, also habe ich mir irgendwie den falschen Beruf ausgesucht glaube ich.
Wollt ihr raten, wann ich das Okay bekam? Riiichtig, in den Osterferien! Immerhin hatten da sowohl ich, als auch meine Mutter (Testleserin!) Zeit, das ganze Projekt nochmal durchzulesen. Und dann ging es auch direkt an die Lektorin, die ich für dieses Projekt neu bekommen hatte.

Fun Fact: Engelsschatten 1 und 2 waren eigentlich mal ein Band …

…und mir fiel es am Anfang ganz schön schwer, mich mit dem Gedanken einer Teilung des Buches anzufreunden. Es hatte den Vorteil, dass mehr Zeit blieb, um das Lektorat zu machen und … für andere Dinge, über die ich vielleicht bald berichten darf 😉
Das bringt mich aber zu einem weiteren Thema: Manchmal, sogar ziemlich häufig, muss man Kompromisse eingehen. Das fällt schwer, weil einem seine eigenen Werke natürlich wahnsinnig am Herzen liegen. Aber so ein Verlag hat ein großes Interesse daran, Bücher so auf den Markt zu bringen, dass sie sich bestmöglich verkaufen.
Deswegen: Versucht, eurem Verlag da zu vertrauen. Die Chance ist hoch, dass Verlagsleute viel mehr im Bilde darüber sind, was gerade aktuell ist, was gut im Programm läuft und wie es gut läuft.
Aber natürlich nur, solange ihr euch damit wohlfühlt!
Deswegen: Kommunikation ist wichtig. Nur, wenn ihr euch mitteilt und Probleme ansprecht, kann man euch helfen. Das habe ich besonders bei diesem Projekt gemerkt, denn da lief eine ganze Menge nicht glatt (und das waren nicht nur Probleme mit dem Verlag ;)).
Deswegen: Seid bereit, Kompromisse einzugehen – aber auch, für euch und euer Buch zu kämpfen! Es ist eure Geschichte, euer Werk und wenn ihr einen Verlag von euch überzeugt habt, dann wollen sie ja mit euch zusammenarbeiten. Und beide Seiten haben das gleiche Ziel: Das beste aus einem Buch herauszuholen.

Ein Link für dich! Und einen für dich! Und für dich da hinten!

Hier findet ihr mein Buch auf Amazon.
Hier und hier bei Thalia.
Ansonsten könnt ihr einfach in einem Shop oder einer Buchhandlung eurer Wahl gucken bzw. nachfragen!

Alba – Zwischen den Welten – Carina Schnell

[Das eBook wurde mir von der Autorin gestellt, da ich Sensitivity Readerin für Band 2 bin, das Taschenbuch habe ich mir selbst gekauft]

Inhalt:
Die kanadische Journalistin Catriona Keith reist nach Schottland, um vor Ort über die politischen Unruhen im Land zu berichten. Auf ihrem Ausflug durch die Highlands begegnet sie im Pub einem mysteriösen Fremden, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Als sie kurz darauf angegriffen und gejagt wird, fällt sie auf ihrer panischen Flucht durch einen Tümpel und findet sich plötzlich in Alba, dem Reich der Feen, wieder.
Schnell wird klar, dass der gutaussehende Fremde aus dem Pub ein Feenkrieger namens Carrick ist, der zu einem einzigen Zweck ausgebildet wurde: Seherinnen wie Catriona, die Feen sehen und in ihre Welt reisen können, zu töten. Doch als eine Bedrohung heraufzieht, die sowohl das Ende Albas als auch der Menschenwelt bedeuten könnte, müssen die beiden sich zusammentun, um die uralte Fehde zwischen Menschen und Feen beizulegen und ihre beiden Völker zu retten.

Team Nairn! Team Schottland! Wuhu!

Kaum hatte ich das Cover und den Klappentext auf Instagram gesehen, wusste ich: Das Buch muss ich haben! Carina hatte mir dann direkt verraten, dass man es schon vorbestellen kann und das habe ich natürlich sofort gemacht … 😉

Die Charaktere: Im Großen und Ganzen habe mir die Figuren sehr gut gefallen. Besonders Nairn hat es mir angetan! Aber auch Carrick und Cate mochte ich, sie als Pärchen empfand ich als unaufgeregt und natürlich. Ab und zu reagierte mir Cate aber etwas zu heftig. Auch ihre Erwartungshaltung, dass Carrick den ersten Schritt macht, empfand ich etwas anstrengend und altmodisch.

Das Setting: Nach der Lektüre hatte ich definitiv Lust nach Schottland zu reisen, also dafür definitiv ein Pluspunkt! Die Beschreibung der Feenwelt fand ich ganz schön, aber noch etwas vage.

Der Schreibstil: Dieser Punkt war für mich der überzeugendste des ganzen Buches. Der Schreibstil war nicht zu ausufernd, aber mit genug Details, um in die Szene eintauchen zu können. Der Stil ist so flüssig, dass ich richtig durch die Seiten geflogen bin und nach 3 Stunden mit dem Buch durch war.

Zusammenfassung:

Cover: * * * *
Story: * * *
Setting: * * *
Figuren: * * *
Schreibstil: * * * * *
Insgesamt: * * *

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